Lazarus als Randerscheinung

Für alles, was in den übrigen Lazarusthemen keinen Platz, aber mit Lazarus zutun hat.

Re: Lazarus als Randerscheinung

Beitragvon MacWomble » 9. Dez 2018, 13:23 Re: Lazarus als Randerscheinung

Zitat (https://www.embarcadero.com/products/de ... 14QAvD_BwE):
Develop Windows, macOS, Android and iOS applications with a single codebase

wo steht da was von Linux ?

Und wenn man weiter sucht erfährt man, dass Linux unterstützt wird, wohl aber recht spartanisch. Vielleicht habe ich auch die falschen Quellen befragt ...
Alle sagten, dass es unmöglich sei - bis einer kam und es einfach gemacht hat.
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Beitragvon kralle » 9. Dez 2018, 13:30 Re: Lazarus als Randerscheinung

Du solltest wenn dann schon bei der Löhnware und nicht bei der Coummunity-Edition schauen.
Siehst Du hier : https://www.embarcadero.com/docs/rad-studio-feature-matrix.pdf
Suche da mal nach Linux :D

Gruß Heiko
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Beitragvon charlytango » 9. Dez 2018, 17:06 Re: Lazarus als Randerscheinung

Ja die debug-Möglichkeiten bei Delphi sind recht beeindruckend. Gebe ich durchaus zu.
Allerdings hakt es an anderen Ecken auch.

kralle hat geschrieben:Ich bin zu Lazarus, weil es nichts kostet (außer das was man spendet) und weil es eine portable Version gab (/gibt) , die Nutzen konnte ohne sie auf der Arbeit installieren zu müssen 8)


Die portable Version und die Preisgestaltung bei Lazarus überzeugt aber doch.

Ich denke da an Projekte bei denen ich an Software knapp € 10k pro Arbeitsplatz investiert habe. Das ging nur bei Projekten die jenseits der 100.000 Auftragssumme lagen. Und doch haben wir viele Stunden verbraten wenns die Maschine wieder einmal so zerfetzt hat dass man neu aufsetzen musste. Man konnte sich entscheiden ob man Geschwindigkeitseinbußen durch Verwendung virtueller Maschinen in Kauf nahm oder die Zeit beim Neuaufsetzen liegen ließ.

Nachdem ich diese Volumina derzeit pro Auftrag nicht erreiche ist ein Kaufpreis von knapp 5.000 einfach nicht wirtschaftlich.

Ich meine dass die Entwickler die an Lazarus arbeiten keineswegs schlechter sind oder weniger genialer als diejenigen die in den Embarcadero-Kojen sitzen. Trotzdem müssen auch Entwickler von OpenSource-Projekten (gut) leben können. Nur braucht dabei keine Firma einen Deckungsbeitrag oder gewinn erzielen.
Deswegen geistert in meinem Kopf herum dass man einfach auch eine gewisse Struktur für Marketing und Finanzierung braucht um evtl das Geld bei Firmen aufzutreiben die von Lazarus profitieren oder es per Croudfounding aufstellen.

Gibt es in diese Richtung irgendwelche Überlegungen ?
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Beitragvon Timm Thaler » 9. Dez 2018, 18:50 Re: Lazarus als Randerscheinung

MacWomble hat geschrieben:Absolutes No-Go ist, mich erneut in eine Abhängigkeit zu ergeben, so wie mir dies bei Microsoft (VisualStudio) und leider auch bei Delphi passiert ist.


Oh Gott, wenn ich da mal meine Abhängigkeiten, ungefähre Reihenfolge der Nutzung, aufzähle:

AmigaBasic: War tot mit dem Umstieg auf PC. Keine Programme mehr vorhanden.
TurboPascal: War tot mit dem Umstieg auf Windows.
QBasic, QuickBasic: War tot mit Windows98, als man die seriellen Schnittstellen nicht mehr nutzen konnte.
WordBasic: War tot, als Word7 obsolet war.
LabView: War tot, als die Firma keine neue Version kaufen wollte und neue Hardware nicht mehr mit der alten lief.
GFABasic: War irgendwann 2002 von selber tot.
VisualBasic: War tot mit dem Umstieg auf OpenOffice.
AvrStudio: Ist quasi tot, weil die IDE heutigen Anforderungen einfach nicht mehr genügt. Nur noch für alte ASM-Projekte.
LunaAVR: Ist eine Sackgasse, weil aus jeder Ecke etwas und zu nix kombatibel.
AdaAVR: Ungewisse Entwicklung.
PureBasic: Ist nicht tot, läuft aber nicht auf Raspberry oder Android. Daher nur alte Projekte.

Die Erfahrungen haben mich immer abgeschreckt, in so Nischenprodukte wie MikroPascal zu investieren, weil man dann auch wieder abhängig ist.
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Beitragvon af0815 » 10. Dez 2018, 07:04 Re: Lazarus als Randerscheinung

charlytango hat geschrieben: Deswegen geistert in meinem Kopf herum dass man einfach auch eine gewisse Struktur für Marketing und Finanzierung braucht um evtl das Geld bei Firmen aufzutreiben die von Lazarus profitieren oder es per Croudfounding aufstellen.

Gibt es in diese Richtung irgendwelche Überlegungen ?


Ja siehe Lazarusfoundation.
Blöd kann man ruhig sein, nur zu Helfen muss man sich wissen (oder nachsehen in LazInfos/LazSnippets).
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Beitragvon mschnell » 10. Dez 2018, 13:50 Re: Lazarus als Randerscheinung

kralle hat geschrieben:ich habe Delphi bis XE7 erworben und was ich an Delphi so genial finde, ist der Tatsache, das man damit unter einer Oberfläche Code und Debug auf Windows, Linux, Android und iOS erstellen/ausführen kann.

Wenn Du Geld ausgeben willst, dann schau mal -> https://www.elementscompiler.com/elements/default.aspx .

Macht sogar .Net Programme , Java Byte Code und Brower-Applikationen als Webassembly. (Aber nativ "nur" IA32, IA64 und ARM Architektur.)

Object Pascal lebt also ! Neben Free Pascal, "Elements" und Delphi, gibt es aktiv mindestens noch "mse-language" und den Apple-Dialekt.

-Michael
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Beitragvon charlytango » 10. Dez 2018, 20:03 Re: Lazarus als Randerscheinung

af0815 hat geschrieben:Ja siehe Lazarusfoundation.


Laut https://foundation.freepascal.org/ hat die drei Mitglieder und auf der Webseite steht neben einer Spendenseite noch eine Projektliste.

Ich will wahrlich nicht motzen, bloss wird das etwas zuwenig sein um die Weiterentwicklung der nächsten Jahre zu sichern.

Also wird es beim Mitgliedsbeitrag im Verein bleiben.
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Beitragvon Timm Thaler » 10. Dez 2018, 20:52 Re: Lazarus als Randerscheinung

charlytango hat geschrieben:Laut https://foundation.freepascal.org/ hat die drei Mitglieder...


Naja, so ne Foundation kann ja jeder aufmachen, der Lust hat. Ich würde ja ne Phoenix Foundation aufmachen, gibts aber schon...
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Beitragvon wp_xyz » 10. Dez 2018, 22:10 Re: Lazarus als Randerscheinung

charlytango hat geschrieben:... steht neben einer Spendenseite noch eine Projektliste.

Und hast du dir die Projektliste angesehen?

  • Extended RTTI: A first working version for several architectures is checked-in in a branch of Subversion.
  • Anonymous functions: An initial version was submitted for review by the Free Pascal team in the beginning of 2016.The implementation is quite complete, and awaits testing.
  • Complete Attributes: This work has been done by Joost van der Sluis and was checked in.The work is available for inspection and awaits merging to trunk.
  • Dynamic Packages: This is currently being worked on by Sven Barth, a member of the Free Pascal core team.
  • OData support: The result has been checked in, and is available for download from the FPC subversion repository
  • PDF generation: The first working versions complete with Demo have been checked in to the Subversion repository of Free Pascal.
  • Pascal to JavaScript converter: A beginning of the converter was made by Michael Van Canneyt, patches to start classes were contributed by Mohamed Elemam. Mattias Gaertner was commissioned to create a workable compiler. Next milestone: Making pas2js self-compilable, expected october 2018.
  • Reporting engine: This project was started Graeme Geldenhuys. First reports are in production. A designer was created by Michael Van Canneyt and checked in to the Lazarus SVN repository.
  • WebAssembly support: A bounty has been put in escrow in the foundation account, and Karoly Balogh has started an implementation.
Also das sieht jetzt nicht so aus, als ob da nichts geschieht.
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Beitragvon mschnell » 11. Dez 2018, 10:16 Re: Lazarus als Randerscheinung

wp_xyz hat geschrieben:.Making pas2js self-compilable, expected october 2018..

Funktioniert: -> https://idefix.freepascal.org/~michael/ ... piler.html
Das FPC-Team besteht aber darauf dass pas2js kein FPC-Community-Produkt ist, sondern Provatsache von Michael vC.

-Michaek
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Beitragvon mschnell » 11. Dez 2018, 10:20 Re: Lazarus als Randerscheinung

Kann man mit einem Projekt in die Liste kommen und auf Unterstützung hoffen ?

Ich habe einen laufenden Prototyp für ein Upgrade des des "NoGUI" Widget Types, konnte es aber niemandem zum Testen geben, da ich es nicht in's GIT uploaden kann.

-Michael
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Beitragvon wp_xyz » 11. Dez 2018, 18:51 Re: Lazarus als Randerscheinung

Kannst du nicht Michael Van Canneyt oder die Foundation direkt kontaktieren? Auf der Seite gibt es eine Kontaktadresse bzw. ein Kontaktformular.
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Beitragvon af0815 » 11. Dez 2018, 22:02 Re: Lazarus als Randerscheinung

Oder auf der (richtigen) Mailingliste mal ansprechen. ALternativ kann man ja über Grames GIT - Mirror einen Branch machen und den sozusagen veröffentlichen. Damit kann man ihn auch testen. BTW Lazarus verwendet SVN.
Blöd kann man ruhig sein, nur zu Helfen muss man sich wissen (oder nachsehen in LazInfos/LazSnippets).
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Beitragvon mschnell » 12. Dez 2018, 09:55 Re: Lazarus als Randerscheinung

af0815 hat geschrieben:ALternativ kann man ja über Grames GIT - Mirror einen Branch machen und den sozusagen veröffentlichen

Das habe ich versucht, Aber an GitHub bin ich schon viele Male gescheitert.

Man müsste einen Fork vom Lazarus Projekt machen, so dass ich Schreibrechte auf das neue Projekt habe. ich habe aber nicht herausgefunden ob Projekt-übergreifende Forks überhaupt möglich sind.

-Michael
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Beitragvon mschnell » 12. Dez 2018, 09:57 Re: Lazarus als Randerscheinung

wp_xyz hat geschrieben:Kannst du nicht Michael Van Canneyt oder die Foundation direkt kontaktieren? Auf der Seite gibt es eine Kontaktadresse bzw. ein Kontaktformular.

Die mögen überhaupt nicht, wenn man existierende Paradigmen diskutieren (also in Frage stellen) bzw erweitern möchte.

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