Überladedateien im Direktmodus nehmen eine
Sonderstellung bei der Schlüssel-Überladung ein.
Während es bei
„kleinen“ Schlüsseln im Zusammenhang mit CODING1 noch sinnvoll erscheint, die
zu überladenden Stellen und deren Überladewerte einzeln (in
Metasyntax) anzugeben, ist dieses Vorgehen bei den Schlüsselgrößen der
beiden anderen Programme völlig ungeeignet, um einen „zufälligen“ Schlüssel aus
dem jeweils verfügbaren Schlüsselraum zu generieren.
Daher wurde
speziell in Hinblick auf CODING2 und CODING3 das Verfahren der
Schlüssel-Überladung erweitert.
Es ist möglich,
mehrere Überladedateien analog den Angaben zu den zu
behandelnden Dateien auszuwählen, die als eine Datenmenge betrachtet werden
(siehe Bearbeitungsform und Statistik) Dazu kann im
Überladeinformations-Eingabefeld für eine Dateinamen-Datei diese in runde
Klammern (’(’, ’)’) gesetzt werden, ein Verzeichnisname steht in eckigen (’[’,
’]’) bzw. geschweiften (’{’, ’}’) Klammern. Mit Hilfe des „Aktenmappe“-Symbols
kann dabei auch der Verzeichnis-Auswahl-Dialog gestartet und ein
Verzeichnisname ausgewählt werden, falls das erste Zeichen im Eingabefeld eines
der Klammern-Zeichen ’[’ oder ’{’ ist.
Des weiteren wird
der Ausgangsschlüssel nicht nur einmal mit der Überlade-Datenmenge überladen
sondern (ggf.) mehrfach, was im folgenden als Iteration der Datenmenge
bezeichnet wird.
Ohne jeweilige
Modifikation der Überlade-Datenmenge allerdings liefert auch dieser Ansatz
keine all zu große „Zufälligkeit“, da zumindest die betroffenen Stellen im
Ausgangsschlüssel, die durch die Datenmenge angesprochen werden, bei jedem
Durchgang die gleichen bleiben würden.
Tatsächlich wird
aber nur am Anfang die Überlade-Datenmenge selbst zur Schlüssel-Modifikation
verwendet. Beim zweiten und folgenden Durchläufen wird die Überlade-Datenmenge
vor dem jeweiligen Überlade-Vorgang fortlaufend verschlüsselt (!), wozu
Schlüsselparameter verwendet werden, die ihrerseits aus dem Ausgangsschlüssel
initiiert werden.
Diese
Vorgehensweise hat zwei große Vorteile:
§
Unabhängig von
der „Zufälligkeit“ und damit der Güte der Überlade-Datenmenge werden durch
Anwendung des hier vorgestellten Kodierungsverfahrens auf die
Überlade-Datenmenge hochgradig zufällige Überladeinformationen erzeugt.
§
Die Qualität
der Überladung durch eine Datei ist unabhängig von der Größe dieser
Überlade-Datenmenge.
Wie Untersuchungen des
Autors zeigen, kann nach ca. (x =Überladedatenmengengröße in Bytes)
1.410 / x (CODING1) 1.441.452
/ x (CODING2) 854.889.360 / x (CODING3)
Iterationen
der abgeleitete
Schlüssel nicht mehr von einem „zufälligen“ Schlüssel unterschieden werden.
Daher ist dem
Programm für Überladedateien im Direktmodus neben den Namen der Überladedateien noch der Iterationswert anzugeben.
Solange das Iterationsfeld nicht ausgewählt ist, d.h. nicht den Fokus
besitzt, werden diese Feldinformationen als Sterne angezeigt. Besitzt das
Iterationsfeld den Fokus, ist der Feldinhalt nur dann sichtbar, wenn sich der
Maus-Zeiger im Kernbereich dieses Feldes befindet bzw. bewegt. Wird der
Maus-Zeiger langsam aus dem Kernbereich heraus bewegt, verschwindet der
Feldinhalt wieder. Unabhängig davon sind markierte Feldteile immer sichtbar.
Das Iterationsfeld
ist nur im Falle der Überladedatei-Behandlung im Direktmodus ansprechbar bzw.
sichtbar.
Stellen-, Überlade- und Schlüsselwerte-Intervall-Angaben
sind hauptsächlich für Überladedateien im Direktmodus von Interesse. Im
Direktmodus kann jede Datei als Überladedatei angegeben werden, auch
Programm-Dateien (*.COM, *.EXE)
bzw. sonstige Binärdateien.
Beachten Sie bitte,
dass in Überladedateien im Direktmodus Zeilenabschlusszeichen als Teil der
Überladeinformation aufgefasst werden.