Speziell auch in Hinblick auf CODING2 und
CODING3 wurde das Verfahren der Schlüssel-Überladung entwickelt. Dabei wird der
Ausgangsschlüssel nicht nur einmal mit der Überladedatei überladen sondern
(ggf.) mehrfach, was im folgenden als Iteration der Datei bezeichnet
wird.
Nur am Anfang wird
die Überladedatei selbst zur Schlüssel-Modifikation verwendet. Beim zweiten und
folgenden Durchläufen wird die Überladedatei vor dem jeweiligen
Überlade-Vorgang fortlaufend verschlüsselt (!), wozu Schlüsselparameter
verwendet werden, die ihrerseits aus dem Ausgangsschlüssel initiiert werden.
Diese
Vorgehensweise hat zwei große Vorteile:
§
Unabhängig von
der „Zufälligkeit“ und damit der Güte der Überladedatei werden durch Anwendung
des hier vorgestellten Kodierungsverfahrens auf die Überladedatei hochgradig
zufällige Überladeinformationen erzeugt.
§
Die Qualität
der Überladung durch eine Datei ist unabhängig von der Größe dieser
Überladedatei.
Wie Untersuchungen
des Autors zeigen, kann nach ca. (x = Überladedateigröße in Bytes)
1.410 / x (CODING1) 1.441.452
/ x (CODING2) 854.889.360 / x (CODING3)
Iterationen
der abgeleitete
Schlüssel nicht mehr von einem „zufälligen“ Schlüssel unterschieden werden.
Haben Sie den
Eintrag „mit Überlade-Informationen“ ausgewählt, so erscheint das Überladedateieingabefeld,
das„Aktenmappe“-Symbol
links neben dem Überladedateieingabefeld sowie das Iterationsfeld.
Um eine bestehende Datei und deren Pfadangabe in das Eingabefeld zu
stellen, kann auf dieses „Aktenmappe“-Symbol geklickt werden und nach Auswahl
der Datei der „Öffnen“-Button im Dateiauswahl-Dialog betätigt werden. Danach
können Sie diesen Namen im vorliegenden Eingabefeld noch beliebig editieren.
Um Ihnen die Orientierung speziell auch bei längeren Namen zu
erleichtern, wird Ihnen auf der linken Seite des Statusleisten-Feldes
angezeigt, wo Sie sich mit Ihrem Cursor befinden bzw. welche Zeichen Sie
markiert haben.
Solange das Überladedateifeld bzw. das Iterationsfeld nicht ausgewählt
ist, d.h. nicht den Fokus besitzt, werden diese Feldinformationen als Sterne
angezeigt. Besitzt das Überladedateifeld bzw. das Iterationsfeld den Fokus, ist
der Feldinhalt nur dann sichtbar, wenn sich der Maus-Zeiger im Kernbereich des
jeweiligen Feldes befindet bzw. bewegt. Wird der Maus-Zeiger langsam aus dem
Kernbereich heraus bewegt, verschwindet der Feldinhalt wieder. Unabhängig davon
sind markierte Feldteile immer sichtbar.
Es kann jede
Datei als Überladedatei angegeben werden, auch Programm-Dateien (*.COM, *.EXE) bzw. sonstige Binärdateien. Beachten
Sie bitte, dass in Überladedateien im Direktmodus Zeilenabschlusszeichen als
Teil der Überladeinformation aufgefasst werden.
Eine im aktuellen
Programmlauf verwendete Überladedatei wird in diesem Programmlauf n i c h t
behandelt (also auch nicht zerstört), selbst wenn diese explizit oder
implizit als zu behandelnde Datei angegeben wurde (siehe dazu Ausnahmedateien).
Prinzipiell kann der Initialisierungsprozess speziell beim Programm CODING3 erhebliche Zeit in Anspruch nehmen. Auch bei den Programmen CODING1 und CODING2 kann dies dann der Fall sein, wenn Sie mit einer sehr großen Überlagerungsdatei und/oder einem sehr großen Iterationswert arbeiten. Um diesen Zeitaufwand nicht bei jeder Ver- und Entschlüsselung in Kauf nehmen zu müssen, sollten Sie die „erweiterte“ Version des Programms verwenden, so dass das Ergebnis des Initialisierungsprozesses in einer Parameterdatei gespeichert werden kann.