Allgemeine Schlüssel-Informationen

Der Ablauf bis zur Kodierung von Daten gestaltet sich wie folgt:

§         Der Benutzer (Anwender) stellt dem Programm einen Ausgangs-Schlüssel zur Verfügung, der vom Benutzer direkt über die Tastatur eingegeben (Direktschlüssel) oder mit Hilfe von Maus-Bewegungen bei Parameterdatei-Behandlung (Zufallsschlüssel) oder über eine entsprechende Schlüsseldatei angegeben wird.

§         Ggf. stellt der Benutzer ebenfalls sogenannte Überladedateien und entsprechende Überladeparameter zur Verfügung (Überladeinformationen).

§         Das Programm berechnet aus diesen Ausgangsdaten einen Satz von Parametern, der zur eigentlichen Kodierung verwendet und ggf. in einer Parameterdatei gespeichert wird.

§         Wird eine Parameterdatei verwendet, so kann diese Datei ebenfalls mit einem Parameterdatei-Sicherungsschlüssel gegen eine missbräuchliche Verwendung gesichert werden.

 

Bei der Schlüsseleingabe werden bei CODING1 256 bzw. 512 Zeichen, bei CODING2 131.072 bzw. 262.144 Zeichen und bei CODING3 50.331.648 bzw. 100.663.296 Zeichen als maximale Zeichen angezeigt und potenziell akzeptiert.

 

Daher ist leicht einzusehen, dass bei CODING2 und erst recht bei CODING3 sinnvollerweise mit Schlüsseldateien bzw. mit Überladedateien im Direktmodus zu arbeiten ist, um nur ansatzweise die Bandbreite der möglichen Schlüssel ausschöpfen zu können.

 

Umfasst ein Schlüssel mehr als 256 /131.072 /50.331.648 Schlüsselzeichen, so wird der Rest der Zeichen ignoriert. Werden hingegen weniger als diese Anzahl Schlüsselzeichen angegeben, so werden die angegebenen Schlüsselzeichen so oft wiederholt und ggf. am Ende abgeschnitten, bis genau 256 /131.072 /50.331.648 Schlüsselzeichen für die weitere Verarbeitung vorliegen. Trotz­dem sollten nicht zu wenige und nicht zu homogene Zeichen als Schlüsselzeichen angegeben werden, da dies im Extremfall (z.B. nur hexadezimale Null-Zeichen) zu keiner Verschlüsselung führen könnte (!).

 

Bei Verwendung einer Parameterdatei wird vor der Erzeugung und abschließenden Speicherung der Parameter zur Kodierung von Daten die Güte des Ausgangs- bzw. des abgeleiteten Schlüssels, aus dem diese Parameter erzeugt werden, in Form einer Statistik ausgegeben (hier: CODING1):

 

  Statistik-  +--------- Zeichen-Häufigkeiten in %: ---------+ % binäre  Null-

   Inhalt:    min.:        max.:      Mittelw.:     Std.Abw.:    1en:  Gruppen:

-------------------------------------------------------------------------------

  Schlüssel:  0,00000000  1,56250000 (0,39062500)   0,38832041 49.36523437  93

 

Dabei gilt, dass ein Schlüssel um so weitgehender einem „Zufallsschlüssel“ entspricht,

§         je näher die Anzahl der Null-Gruppen, d.h. die Anzahl der Zeichen (Elemente), die nicht im Schlüssel auftreten, am Wert 94 bzw. 24.101 bzw. 6.172.493 (CODING1/2/3) aller möglichen Zeichen (Elemente) liegt,

§         je dichter der Prozentwert binärer Einsen an 50% liegt,

§         je dichter die maximale Zeichen-Häufigkeit am Mittelwert liegt,

§         je kleiner die Standardabweichung ist.

 

Bis auf die genannten Extremfälle ist dem Verschlüsselungsergebnis auch bei kurzen Schlüsseln nicht in irgend einer Form anzusehen, ob der Ursprungsschlüssel ein kurzer oder langer Schlüssel war. Lediglich beim Suchen nach dem Schlüssel wird ein Dritter wahrscheinlich zunächst kürzere Schlüssel ausprobieren, bevor er längere Schlüssel in Betracht zieht - und dann wohl aufgibt.

 

Prinzipiell werden alle Sonderzeichen außer Zeilenabschlusszeichen (meist durch
RETURN(
¿)-Taste erzeugt bzw. <carriage return><line feed> bzw. 0Dhex– plus 0Ahex– Zeichen) als Bestandteil eines Schlüssels aus ASCII-Zeichen aufgefasst. Zeilenabschlusszeichen dürfen auch bei der Schlüsseleingabe durch hexadezimale Zeichen beliebig verwendet werden, um z.B. Schlüsselinformationen auf einzelne Zeilen aufzuteilen. In Schlüsseldateien mit ASCII-Zeichen-Schlüssel werden jedoch auch Zeilenabschlusszeichen als Teil des Schlüssels aufgefasst.