Überladeinformations-Bearbeitung

Sogenannte „Überladeinformationen“ (auch „Überlagerungsinformationen“) sind speziell für die Programme CODING2 und CODING3 von wesentlicher Bedeutung.

 

Unter „Überladen“ wird die Möglichkeit verstanden, einen Schlüssel durch gezielte Veränderungen manuell oder auch durch eine zweite Datei zu modifizieren, was zu einem sogenannten abgeleite­ten Schlüssel führt. Die Veränderungen können dabei auf bestimmte Stellen des Schlüssels, auf bestimmte Schlüsselwerte und sie können auf bestimmte Änderungswerte innerhalb der Überlade­informationen beschränkt werden (Einschränkungen beim Überladen).

 

Damit ist es möglich, Werte an „zufälligen“ Stellen im bisherigen Schlüssel durch gewisse „zufällige“ Werte, die aus der Überladeinformation abgeleitet werden, zu überschreiben.

 

Überladeinformationen werden nur dann verwendet, wenn das entsprechende Checkbox-Feld „mit Überlade-Informationen“ unter dem Ausgangs-Schlüsselfeld gesetzt wird oder eine Parameterdatei im Zustand „noch(mals) zu überladen“ Verwendung findet.

 

Allgemein besteht jede einzelne Überladeinformation aus zwei Angaben:

·          der Stellenangabe und

·          dem Wert, aus dem der Überladewert abgeleitet wird.

 

Bei der Überladung wird der eingegebene bzw. aus einer Datei stammende Wert zuvor gemäß

CODING1:

   Überladewert := (Eingabe-/Dateiwert + bisheriger Schlüsselwert * 113

                          + Schlüsselwert an vorheriger Stelle bzw. Stelle 256 für Stelle 1) modulo 256

CODING2:

   Überladewert := (Eingabe-/Dateiwert + bisheriger Schlüsselwert * 30.781

                + Schlüsselwert an vorheriger Stelle bzw. Stelle 65.536 für Stelle 1) modulo 65.536

CODING3:

   Überladewert := (Eingabe-/Dateiwert + bisheriger Schlüsselwert * 100.000.000.019

   +Schlüsselwert an vorheriger Stelle bzw. Stelle 16.777.216 für Stelle 1) modulo 16.777.216

transformiert, bevor der daraus hergeleitete Wert als eigentlicher Überladewert Anwendung findet.

 

Allgemein kann eine Stelle im Schlüssel auch mehrfach überladen werden. Nach einer tatsächlich vorgenommenen Überladung wird der Überladewert als neuer Schlüsselwert an der Überladestelle für die weitere Überlade-Verarbeitung angesehen. Die letzte auf eine Stelle anzuwendende Über­ladeinformation entscheidet, welcher Wert der endgültige Schlüsselwert an dieser Stelle sein wird.

 

Überladeinformationen können in Metasyntax oder im Direktmodus in direkter Form oder in Form von Überladedateien angegeben werden, wobei Überladedateien im Direktmodus besondere Möglichkeiten eröffnen.

 

Wird mit einer Parameterdatei gearbeitet und soll keine Kodierung von Daten vorgenommen werden, so ist es möglich, den Schlüssel der Parameterdatei für weitere Überladungen in späteren Programmläufen durch Auswahl des Checkbox-Feldes „nach Überladen speichern“ vorzusehen. Dazu wird die Parameterdatei nach Bearbeitung der aktuellen Überladung im Zustand „noch(mals) zu überladen“ gespeichert und das Programm beendet.