Der zu sichernde Teil einer Parameterdatei
wird als ein gemeinsamer Datenblock aufgefasst und ggf. mit analogen Methoden,
die sonst auch im Zusammenhang mit zu kodierenden Daten angewandt werden,
gesichert. Für Parameterdateien kann als Ausgangs-Schlüssel (siehe allgemeine Schlüssel-Informationen) ein beliebiger Zufallsschlüssel
verwendet werden. Der Parameterdatei-Sicherungsschlüssel übernimmt in diesen
Fällen die Sicherungsfunktion, die ursprünglich mit dem Ausgangs-Schlüssels
verbunden war.

Der Teil der Parameterdatei, der ggf.
kodiert wird, ist intern so ausgelegt, dass er nach der Kodierung formal nicht
von entsprechend unkodierten Parameterdatei-Teilen unterschieden werden kann.
Speziell werden benötigte Transformationstabellen nur in Form ihrer
Erzeugungsinformationen in Parameterdateien gehalten, die Tabellen selbst haben
einen viel zu prägnanten Aufbau. Somit kann bei Entschlüsselungsversuchen von
gesicherten Parameterdateien nicht auf Grund des dabei entstehenden
Parameterdatei-Ergebnisses entschieden werden, ob der Entschlüsselungsversuch
erfolgreich war. Auch „falsch“ entschlüsselte Parameterdateien sind
funktionsfähig, die Programme können sie nicht von „korrekten“
Parameterdateien unterscheiden.
ACHTUNG: Falls Sie Parameterdateien mit Initialisierungs-Zwischenzuständen
sichern, so bedenken Sie, dass diese Dateien sicherheitsrelevante Informationen
beinhalten, auch wenn die endgültigen Kodierungsparameter darin noch nicht
vollständig enthalten sind. Solche Dateien können z.B. Ihren Ausgangsschlüssel
enthalten, der in vollständig initialisierten Parameterdateien nicht mehr
enthalten ist und aus diesen auch nicht mehr hergeleitet werden kann (!). Zur
Sicherheit sollten Sie solche Dateien vor dem Löschen mit einem
„Zufalls“-Schlüssel verschlüsseln.
Bei der Eingabe kann zwischen der direkten Eingabe eines Schlüssels (Direktschlüssel), der Eingabe über eine Datei (Schlüsseldatei) und keinem Schlüssel gewählt werden. Letzter Punkt bedeutet, dass die Parameterdatei bei Erstellung nicht verschlüsselt wird bzw. als unverschlüsselt behandelt wird, was zu einem Fehler führt, falls sie als verschlüsselt markiert wurde.
Sie können eine Parameterdatei auch mit einem leeren Abschluss-Schlüssel (!) „verschlüsseln“, womit diese Parameterdatei zwar als verschlüsselt markiert wird, de facto aber nicht verschlüsselt ist. Auch in diesem Fall müssen Sie einen (hier: leeren) Öffnungs-Schlüssel angeben, um mit dieser Parameterdatei erfolgreich arbeiten zu können.