Pascal wieder bekannter machen - zwei neue Projekte des Vereins

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thosch
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Re: Pascal wieder bekannter machen - zwei neue Projekte des Vereins

Beitrag von thosch »

af0815 hat geschrieben:
Mo 24. Okt 2022, 13:39
Irgendwie beschleicht mich da das Gefühl, das da eine "All inclusive, no risk" Gesellschaft gefördert werden soll.

Mich beschleicht das Gefühl, dass die Open Source Gemeinde fertig ausgebildete Diplominformatiker sucht, die kostenlos Programmcode beitragen sollen. Softwarekommunismus.

Nun ist es ja so, dasss ich für Lazarus zunächst nichts bezahlen muss im Gegensatz Zu Delphi, von Community Edition mal abgesehen. Ich benutze Lazarus dann um damit eigene Programme zu entwickeln. Die aber bekomme ich NICHT bezahlt, ich verdiene keinen müden cent damit, ich entwickle im stillen Kämmerlein, im Elfenbeinturm so zu sagen abgeschottet von der Außenwelt.

Aber gut, wenn das so gefordert ist, dann kann ich halt nix für die Softwaregemeinschaft beitragen. Solange ich für meine Entwürfre nämlich kein Geld nehme, ist Support mein Preis.

Stell Dir das ungefähr so vor:

Ich erkläre mich bereit, an einem Eurer Projekte mitzuarbeiten. Nun komme ich in eine Situation mit der ich alleine in meinem stillen Kämmerlein nicht weiter komme. Nun will ich wenn ich schon was beitrage, den Support oder ich gebe keine Unterstützung mehr, den unfertigen Quellcode gebe ich unter solchen Umständen NICHT raus, denn den hättet Ihr dann und könnt ihn problemlos mit Eurer Erfahrung ergänzen, habt dann den Code, den ich mir mühsam, alleine in meinen vier Wänden aus den Fingern gesaugt habe und ich sehe das Ergebnis meiner Arbeit nicht.

Sowas hatte ich schon mal auf Arbeit in der DDR. Es ging dort um die Frage, ob ich in die Abteilung übermommen werde, wenn das Programm fertig ist. Eine Gehaltserhöhung war damit NICHT verbunden, nur nettere Kollegen und ein neues Arbeitsumfeld. Ein Pflichtenheft gab es damals nicht.

Doch als das Programm fertig war gab es keine neue Arbeit für mich sondern einen Arschtritt. Das passiert mir NICHT noch einmal. Wenn ich für Codebeiträge kein Geld bekomme, dann ist optimaler Support mein Preis. Es ist an Euch, VOR Projektbeginn die Anforderungen an die interessierten Programmierer klar und deutlich zu formulieren, damit diese einschätzen können, ob sie auch ohne Euren Support geeignet sind, die gestellten Aufgaben zu erfüllen. Ohne klares Anforderungsprofil geht somit gar nichts. Und eine klare Projektzielstellung analog Pflichtenheft gehört dann auch dazu.
af0815 hat geschrieben:
Mo 24. Okt 2022, 13:39
Open Source beschreibt es sehr gut, du bekommst was du zahlst, nicht mehr oder weniger. Du hast bzw. kannst jederzeit Support geben, da hindert dich keiner.
Siehe voriger Absatz. Wenn ich Support in Form von Code gebe, dann hat das unter diesen Umständen auch seinen Preis und der ist erst mal NICHT Geld, sondern Support beim Coden. Unterstützung hier im Forum bei der Beantwortung von Fragen ist hiervon ausgenommen, dort helfe ich wenn ich kann.
af0815 hat geschrieben:
Mo 24. Okt 2022, 13:39
Wenn ich jetzt mehr haben will, als man über die Community bekommt, so muss man sich dafür Zeit bei wem kaufen -> Arbeitszeit kaufen = Support. Das heist aber auch, das ich Wissen haben will, das ich mir entweder nicht aneignen will, oder schneller erhalten will und das kostet eben Zeit.
dann also kaufe ich. Dann aber gleich die fertige Software. Da bastle ich nicht monatelang zuhause im stillen Kämmerlein rum.
af0815 hat geschrieben:
Mo 24. Okt 2022, 13:39
Entweder von Dir oder vom wen anderen. Entweder ich habe Zeit und kann dir was erklären und du zeigst auch Mitarbeit, dann bin ich bereit meine Zeit für für Hilfe zur Selbsthilfe zur Verfügung zu stellen. Wenn du nicht zeigst das du da mitmachen willst, sondern eine Lösung haben willst, dann kann ich dir auch Zeit verkaufen. Ganz einfache Spielregeln.
Solange es sich um Softwarelösungen handelt, die nur ich haben will, sehe ich das noch ein, aber nicht für Codings für Open Source Projekte oder Open Source Compiler. Lazarus ist auch nicht im stillen Kämmerlein von einem einzelnen Programmierer entwickelt worden. Die Entwicklungszeit könnte auch da viel effektiver eigesetzt werden, wenn diejenigen die den Code entwickelt haben, einem Neuling beim Verständnis des Quellcodes auf die Sprünge helfen würden. So aber muss nun jeder alles was schon da ist, noch mal lernen um dann ein klitzekleines Stück Code zur Verbesserung einzubringen. Im kommerziellen Bereich gibt es da Dokus zum Code. Wo gibt es die aber hier? Ich finde da bisher nur Dokus zur Verwendung von Lazarus.
af0815 hat geschrieben:
Mo 24. Okt 2022, 13:39
Wenn du etwas einbringen willst, so musst du dich bereits mit den obigen Spielregeln auseinander gesetzt haben.
Dann kann ich leider keine eigenen Codebeträge bringen. Im stillen Kämmerlein ohne Hilfe wird das nix. Und Programmcode der wirklich nur mich alleine interessiert, den muss ich dann eben wirklich kaufen.
af0815 hat geschrieben:
Mo 24. Okt 2022, 13:39
Es gibt fertige Installer für FPC/Lazarus, auch fpcupdeluxe gehört für mich dazu. Allerdings wer einen Compiler mit IDE installieren will, muss entweder sich darinnen Einarbeiten oder Zeit von anderen Personen verwenden.
das ist korrekt. Ich habe aber allgemein gesprochen. Da gibt es für manche Linux Distri noch immer Texmode Installer. Ok, es gibt andere Distries mit grafischen Installern und es gibt eine gute Auswahl an Linux Distries, sogar Live Systeme, die von der GUI aus fest installiert werden können. Hier kann ich durchaus dann eben von meinem Live System aus von der GUI aus installieren. Und Github ist in der Handhabung viel zu kompliziert. Warum nicht einfach einen Double Commander mit einem Fenster das den lokalen Rechner und ein Zweites das das Repository auf dem Server zeigt. Zumal bei nOpen Source Projekten die ich der Gemeinschaft zu schenken bereit bin, bin ich nicht bereit, mich da erst in kryptische Kommandozeilen ein zuarbeiten. Das ging dort und auch auf Sourceforge schon mal, dass ich einfach von meinem lokalen Rechner Dateien in beliebiger Anzahl und Ordnerstruktur da hoch laden konnte, ganz einfach so richtig "Windoof" mit simplem "Klicki Bunti" wie Ihr das abwertend nennt. So aber verwende ich zum hoch laden im Zweifelsfall andere Plattformen und gebe eben dann einen Link raus. Zum Glück geht das ja auch.

Aber das Freepascal Team hat durchaus echt hervorragende Arbeit geleistet, insgesamt und auch grafische Möglichkeiten auch fü den GO32 Compiler bereit zu stellen, da sollte eine GUI Library zur Herstellung von DOS Einzelanwendungen im GUI Look auch kein Problem mehr sein, die Textmode IDE ist so nicht mehr zeitgemäß. Unter Windows und Linux nutze ich die auch nicht, da nehme ich Lazarus. Und sogar Freedos hat als Bedienoberfläche inzwischen eine GUI, die zwar nicht standardmäßig installiert ist, aber mit Aura, Seal, OpenGem, ... im Freedos Paket enthalten und so installierbar ist. Die Webseite archive.org bietet sogar alte Windows 3.x und 9x Versionen. Und PC GEOS ist auch noch da, inzwischen OpenSource. Da fehlt nur noch eine GUI Bibliothek um auf der Console startbare GUI Apps zu erzeugen. Das gibt es für andere Compiler schon lange. Nur Freepascal tut sich da bisher schwer trotz weiter existierendem GO32 Compiler. Bezüglich der Grafikmöglichkeiten sei Thomas Hajny, Michael Van Kenneyt, Pierre Müller, Peter Vreeman, ... ein ausdrücklicher Dank gesagt. :) Die haben diese Barriere inzwischen sehr gut durchbrochen, es braucht nun nur noch eine passende GO32 GUI Bibliothek. Warum aber muss dann unter DOS noch die alte Textmode IDE sein, die geht doch längst mit Graphic Vision von Matthias Köppe grafisch zu bauen. Kann doch mit dem 16 Bit fpc compiler inzwischen übersetzt werden. Und Jason Burgon hatte auch schon mal davon gesprochen, seine Graphic Vision nach Freepascal portieren zu wollen. An Lizenzproblemen liegt die fehlende Freepascal GUI Bibliothek für go32v2 längst nicht mehr.

Hier habe ich aber inzwischen einen interessierten Programmierer, der so denkt wie ich und an DOS GUI genau so interessiert ist wie ich. Da kommt also noch was. Kostenlos, da es in den DOS Foren so oder so genug interessierte gibt, die so eine GUIlib für Freepascal begrüßen werden. Ihr tut also gut daran, so eine Bibliothek dem GO32 Compiler zu spendieren.
af0815 hat geschrieben:
Mo 24. Okt 2022, 13:39
Wenn ein Programmierer schwach ist, dann muss er entweder die Zeit investieren oder sich eine Umgebung suchen, die seine Möglichkeiten unterstützt. Es scheitert of am Willen die Zeit zu investieren in dieser 'ich brauche alles und das sofort' (mit dem Fuß zornig aufstampfen nicht vergessen) Gesellschaft.
Schön für Dich dass Du immer Flow hast, dass bei Dir die Ideen und Lösungsstrategien nur so fließen, bei mir ist das leider ganz und gar anders. Bei mir scheitert es NICHT am Willen sondern leider leider am Können. Siehe dazu auch den vorletzten Absatz in diesem Beitrag! Und ich heiße nicht Selenski und auch nicht Klitschko! Die fordern bloß!
af0815 hat geschrieben:
Mo 24. Okt 2022, 13:39
Ich bin aufgewachsen ohne Internet, es gab gegen sehr, sehr viel Zeit das Fido-Net und gegen viel Geld Compuserve. Und man konnte Bücher zu Pascal kaufen, ich habe da sehr viel Geld investiert und noch immer ein paar Laufmeter davon zu Hause. Wissen hat immer Geld und/oder Zeit gekostet. Ich habe deswegen auch eine andere Vorstellung als so mancher Anderer - weil ich mir viel Wissen ersparen und erarbeiten muss(te).

Jaaa ich auch, damals gab es aber auch noch wirklich einsteigerfreundliche Bücher, die einem das Programmieren wirklich klein klein erklärt haben, wie Peter Nortons Assemblerbuch!!! zum Beispiel!!!

Der hat jeden Assemblerbefehl klein klein mit allen beeinflussten Flags akribisch erklärt. Wo findet man solche Bücher heute noch????

Genau so brauche ich das für jede Komponente, für jede Softwarelibrary immer wieder NEU. Mit eingängigen Anwendungsbeispielen, die möglichst auch noch klein klein erklärt sind, so ein Lerntyp bin ich nun mal. Ich glaub nicht mal dass das einer der teuren Computerkurse heute bietet, diese detaillierte Klein Klein Erklärung.

Für Delphi gibt es Anfängerbücher die so klein klein erklären dann kommt ne ganze Weile NICHTS und dann kommen die Bücher für die absoluten Profis. Dazwischen bleibt man im Regen stehen. Und dann heißt es man wolle nur schmarotzen. Herzlichen Dank auch!!!

Für Hausaufgaben Threads nehmt IHR alle Euch viel mehr Zeit, auch wenn offensichtlich ist, dass der fragende gar nicht lernen will. Trotzdem ist dann IMMER EINER DA der die Antwort auf dem Silbertablett serviert KOSTENLOS!!!!
Zuletzt geändert von thosch am So 30. Okt 2022, 19:09, insgesamt 4-mal geändert.

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kralle
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Re: Pascal wieder bekannter machen - zwei neue Projekte des Vereins

Beitrag von kralle »

Also, irgendwie driftet das hier gewaltig vom Thema des Ersten Posts ab.
Wie wäre es mal wieder zum Thema zurück zukommen.

Gruß Heiko
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af0815
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Re: Pascal wieder bekannter machen - zwei neue Projekte des Vereins

Beitrag von af0815 »

thosch hat geschrieben:
So 30. Okt 2022, 16:31
af0815 hat geschrieben:
Mo 24. Okt 2022, 13:39
Mich beschleicht das Gefühl, dass die Open Source Gemeinde fertig ausgebildete Diplominformatiker sucht, die kostenlos Programmcode beitragen sollen. Softwarekommunismus.
.....
Das habe ich nicht geschrieben !!! Von wo ist das alles zitiert. Bitte richtigstellen.
kralle hat geschrieben:Also, irgendwie driftet das hier gewaltig vom Thema des Ersten Posts ab.
Wie wäre es mal wieder zum Thema zurück zukommen.

Gruß Heiko
War ursprünglich, meiner Meinung nach im Kontext, läuft aus dem Ruder, wäre vielleicht von einem Mod abzutrennnen.
Blöd kann man ruhig sein, nur zu Helfen muss man sich wissen (oder nachsehen in LazInfos/LazSnippets).

thosch
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Re: Pascal wieder bekannter machen - zwei neue Projekte des Vereins

Beitrag von thosch »

Mich beschleicht das Gefühl, dass die Open Source Gemeinde fertig ausgebildete Diplominformatiker sucht, die kostenlos Programmcode beitragen sollen. Softwarekommunismus.
.....
Das habe ich nicht geschrieben !!! Von wo ist das alles zitiert. Bitte richtigstellen.
Ist geändert!

thosch
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Re: Pascal wieder bekannter machen - zwei neue Projekte des Vereins

Beitrag von thosch »

charlytango hat geschrieben:
Mo 24. Okt 2022, 20:15
@thosch
Jetzt hab ich deinen Post ein zweites mal gelesen um sicher zu sein dass ich nicht (alb-)träume.

Mal OFF Topic: Vorige Woche waren bei mir Installateure "zu Gast" die eine Erweiterung der Installation vornahmen.
Ich hab schonmal den Arbeitsbereich und vieles andere abgedeckt abgeklebt und die Baustelle vorher sauber eingerichtet.
Nur ein paar Schmankerl aus dem realen Leben:
-Nachdem die Typen 4 Löcher in Feinsteinzeug - wohlgemerkt OHNE Absaugung - gefräst haben (ohne Diamantbohrer geht da nix mehr) hatte ich überall in der Maisonettenwohnung agressiven Feinstaub.
-Bei der Installationserweiterung haben die Jungs einfach eine Quetschverbindung vergessen und bei der Druckprobe hats das Vorzimmer unter Wasser gesetzt.
-In ihrer Panik haben sie daraufhin den Wasserhahn für die Wohnung abgesperrt.. ja, zuerst den für die Nachbarwohnung.

Und all das hat niemand von den beiden wirklich erwähnenenswert gefunden als sie fluchtartig die Wohnung verließen. Auf der Rechnung fand ich keinerlei Reduktion und Rechtfertigung/Entschuldigung gab es auch keine.
Verlange Schadenersatz, Wer solchen Pfusch noch trudoof bezahlt, ist selber schuld, solchen Verbrechern gehört das Handwerk gelegt. Wenn sich das alle gefallen lassen, spielen die Firmen Katz und Maus mit uns!
charlytango hat geschrieben:
Mo 24. Okt 2022, 20:15
Professionalität ist etwas anderes... und das kostet auch noch Geld.
Github ist NICHT professionell. Kommandozeilenfrickelei. Und gitGUIs sind alles andere als intuitiv. Früher konnte man dort mal per abgewertetem "Klicki bunti" unbegrenzt Datien in beliebiger Ordnerstruktur einfach von lokalen Rechner da hoch laden. Heute ist das auf max. 100 Dateien begrenzt, bei den heitigen Projektgrößen unzumutbar. Große Projekte sind so nicht mehr eingach hoch ladbar. Dann geht die kryptische Frickelei los. Kostenlos ohne Bezahlung wenn ich ein Open Souce Projekt da hoch laden will. Frechheit! Sourceforge auch nicht besser. Auch dort konnte man mal ganz unkompliziert gezippte Dateiarchive hoch laden, ohne Kommandozeilenfrickelei.
charlytango hat geschrieben:
Mo 24. Okt 2022, 20:15
thosch hat geschrieben:
Mo 24. Okt 2022, 12:58
Eine andere ware die bedingungslose Unterstützung auch schwächerer Programmierer oder solcher mit gesellschaftlich nicht konformer flacherer Lernkurve. Bekanntlich gibt es zu allem Überfluss noch verschiedene Lerntypen. Solange diese aber nicht berücksichtigt nwerden und nur immer die starkken Programmierer beachtet werden, wird das schöne OpenSource stagnieren.
Wohin diese "All inclusive" Einstellung (genauso wie die Einstellung dass man auf alles selbstverständlich ein Recht hat und das gratis) führt sieht man an den letzten drei Jahren des perpetuierten Dilletantismus.
Wobei ich die echten Dilletanten nicht beleidigen möchte.
Was heißt hier "All inlusive"??? Ich habe halt irgendwann mal ne Frage mit der ich allein nicht weiter komme. Wie macht Ihr das eigrentlich bei Euren Projektentwicklungen? Krebst da am Ende auch jeder für sich im stillen Kämmerlei isoliert von der Außenwelt in seinem Elfenbeinturm rum? Wie geht das bei Euch mit dem Austausch?


Und lassen wir doch mal die Kirche mit dem KI-Bashing im Dorf. (da hat jemand das Konzept von KIs nicht ganz verstanden). Der Zug ist längst weg. Künftig werden in den Schulen sicher diejenigen mit einem IQ von >=160 abgefischt und zur Entwicklung schwacher KI's abgestellt. Die wirklichen Genies entwickeln dann starke KI's. (Denn alle anderen werden einfach nicht begreifen was die da tun). Der Rest der IT wird sich mit künstlerischen Bereichen und Anwendungsentwicklung und Spieledesign beschäftigen. Die KIs werden übrigens dort als erstes eingesetzt werden wo es sich auszahlt teure Personalressourcen zu sparen (Sachbearbeiter, Rechtsanwälte, medizinische Diagnosen, Bildanalyse etc)
charlytango hat geschrieben:
Mo 24. Okt 2022, 20:15
af0815 hat geschrieben:
Mo 24. Okt 2022, 13:39
Wenn ein Programmierer schwach ist, dann muss er entweder die Zeit investieren oder sich eine Umgebung suchen, die seine Möglichkeiten unterstützt. Es scheitert of am Willen die Zeit zu investieren in dieser 'ich brauche alles und das sofort' (mit dem Fuß zornig aufstampfen nicht vergessen) Gesellschaft.
Ich kenne keinen ernsthaften Programmierer der sich beim Erlernen dieser Fähigkeiten nicht sehr viele Nächte um die Ohren geschlagen hat um überhaupt zu durchschauen was er wie angeht. Auch und besonders Studenten nicht die erst nach ihrem Studium lernen müssen wie es geht.
Zeit bzw das Äquivalent Geld ist die Währung der IT.
Ok, das wäre umfassendes Quellcodestudium. Das kriege ich bei dem Umfang den Lazarus inzwischen angenommen hat, gar nicht alleine im stillen Kämmerlein hin, da geht nur, mal gucken wie die Profis irgendein Problem gelöst haben. Oder bei ausgewählten Quellen oder einzelnen Units, deren Funktionen ich verstehen will oder für eine Problemlösung verstehen muss.
charlytango hat geschrieben:
Mo 24. Okt 2022, 20:15
Alle hier in diesem Forum die anderen helfen tun das unentgeltlich und stellen ihre meist jahrzehntelange (und im wahrsten Sinne des Wortes "teuer erworbene") Erfahrung in den Dienst der Sache.
Dann müsste zuerst mal klar sein, welches Projekt da realisiert werden soll. Wie oben schon geschrieben mit Projektbeschreibung, Zielstelllung, also welche Funktionen enthalten sein sollen, wie zu bedienen, ... Und die Anforderungen an die Programmierer, die daran mitarbeiten. Ich benötige zu viel Support, ich glaube nicht dass ich sowas packe. Ich komme mit zu vielen Detailfragen, irgendwo hakt es da immer.
charlytango hat geschrieben:
Mo 24. Okt 2022, 20:15
Und dann kommt jemand daher und erwartet dass für lau auch noch schwache Programmierer (das sind diejenigen die eben keine Zeit in ihre eigene Entwicklung stecken) gehätschelt gepflegt und umgewickelt werden müssen.
Wie oben schon geschrieben, ich habe schon mehr als genug Zeit in Projekte investiert gefühlt die vierfache Zeit gegenüber dem Profi, irgendwann lass ich es eben dann bleiben. Und bei mir ist da schon mehr, vielmehr als nur einen Texteditor zu bedienen. So altes Zeug wie vim oder edi nehme ich schon gar nicht. Da sind die vollwertigen GUI Editoren viel komfortabler, richtig "windoof" eben, wie Deinesgleichen das abwertend bezeichnet. Ob auch Du perrsönlich, kann ich nicht sagen, aber Menschen Deines Schlages durchaus, ich musste in Computerforen diese Befgriffe "windoof" und "klicki bunti" schon öfter lesen. Heutige Rechner können das aber mit ihrer Hardwareleistung, da ist die kryptische Kommandozeile wirklich nicht mehr zeitgemäß. Zum Glück ist auch DOS nicht mehr die letzte noch bestehende Kommandozeilen- und Textmodebastion in der Brandung. Gut so! Linux Systeme haben zwar ne ausgefeilte Kommandosprache auf ihrer Konsole aber ich kann ja auch die GUI nehmen.
charlytango hat geschrieben:
Mo 24. Okt 2022, 20:15
Bei mir haben sich schon fertige Betriebsinformatiker beworben die nicht in der Lage waren eine Textverarbeitung zu bedienen.
ist NICHT meine Schuld, da muss sich was an der Ausbildung grundlegend ändern, da muss eben im Informatikunterricht an den Schulen alles mal "windoof" und "klicki bunti" und jeder Programmschritt einer Programmiersprache samt Bedinung des Entwicklungssystems Schritt für Schritt klein klein erklärt werden, wie zum Teufel sollen die Leute das sonst lernen, das steht eben mitnichten "alles im Internet". Du siehst doch an Deinem Beispiel mit Deinem "Betriebsinformatiker", was dabei raus kommt.
charlytango hat geschrieben:
Mo 24. Okt 2022, 20:15
Jahrelang hat zb das Arbeitsmarktservice irgendwelche Hilfskräfte zu "Webdesignern" umgeschult. Die Hacker freut es.
Auch das ist nicht meine Schuld. Da muss eben die Ausbildung besser werden und anständige wirklich verständliche Bücher, die eben dann mal wirlich klein klein klicki bunti windoof jeden Schritt im Detail erklären wie es das in der PC Anfangszeit noch gab. Da müssen diese Bücher even endlich her und danach muss die Lücke zwischen Anfängerbüchern und Profibüchern endlich wirksam geschlossen werden. Da wird man nach Lektüre solcher noch existierenden Anfängerbücher, wie es sie zum Teil doch noch gibt, im Regen stehen gelassen. Da gibt ess KEIN Fortestzungbuch was diese Lücke zwischen fortgeschrittenem Anfänger und dem Profi wirklich schließt, für alles Geld der Welt gibt es das nicht. Da bleiben dann bloß die unseligen Internetforen!!! Und Open Source Projekte bei denen man evtl. mitarbeiten kann, aber da fürchte ich dass da auch die Anfangsanforderungen viel zu hoch sind.
charlytango hat geschrieben:
Mo 24. Okt 2022, 20:15
Mir kommt dabei die Galle hoch.
Mir auch!
charlytango hat geschrieben:
Mo 24. Okt 2022, 20:15
Besonders wenn Support selbstverständlich eingefordert wird. Niemand wird gezwungen Lazarus zu verwenden. Es steht dir frei dir kommerzielle Produkte zu kaufen und für den dazugehörigen Support Geld zu überweisen.
Siehe vorheriger Beitrag. Nur mich interessierendes kaufe ich dann halt und für die Community gibt es wohl für meine Programmierkenntnisse kein Projekt das Euch so viel Wert ist, dass der angemahnte Support als Preis für Euch angemessen ist.
charlytango hat geschrieben:
Mo 24. Okt 2022, 20:15
Embarcadero, Microsoft, Oracle und wie sie alle heißen werden dich mit offenen Armen empfangen.
Und viel Spass und Geduld dabei dich vom First Level Support über den Second Level bis hin zu denen zu hanteln die wirklich wissen wie es geht. (habe ich und viele hier alles schon durch)

Hier aber lesen Leute mit jahrzehntelanger Erfahrung mit und wenn sie gerade Zeit haben auch Entwickler aus dem Kernteam.
charlytango hat geschrieben:
Mo 24. Okt 2022, 20:15
Ich kenne diesen Werdegang den af0815 beschreibt auch von mir. Niemand hat ein Anrecht darauf dass ihm das Händchen gehalten wird und mit dem berühmten Nürnberger Trichter Wissen eingeflößt -- die Realität wird auch noch in ein paar Jahrzehnten so sein dass Wissen mit der entsprechenden Währung erkauft wird (viel Zeit, viel Schweiß, viel Geld und der nötigen Motivation). Nur weil damals die aufkommenden GUIs die Komplexität der Materie hinter schönen Benutzeroberflächen versteckt haben heisst das lange nicht dass nun alles leicht ist.
leichter als mit kryptischer Kommandozeile auf jeden Fall. "Händchen gehalten" wird noch viel zu oft bei Schülerfragen auch wenn ersichtlich ist, dass der fragende nur seine Hausaufgaben erledigt haben will. Irgendeiner findet sich dennoch IMMER, der die Lösung auf dem Solbertablett serviert und das UNENTGELTLICH. Diese faulen Schülerschmarotzer fragen offenbar cleverer als ich, die haben den Erfolg! Danke auch!!! Das sind dann die Barbocks und Habecks die ihre Doktorarbeit sich von anderen schreiben lassen und uns allen dann vorschreiben wie wir zu leben haben und NOCH dazu die Kohle haben um sich hier JEDEN Supprot aus der Portokasse zu kaufen von unser aller Steuergeld!!!
charlytango hat geschrieben:
Mo 24. Okt 2022, 20:15
Im Gegenteil, die GUIs haben alles komplexer und aufwendiger gemacht. Der Spruch mit der 80jährigen Oma ist toll.
Das Äquvalent wäre in etwa dass eine 80Jährige Oma die noch nie ein modernes Auto gesehen hat (also meinetwegen eine aus Indonesien) alleine durch das Design des Fahrzeugs ohne weitere Schulung einsteigen kann (alleine das schau ich mir gern an) und wegfährt.
es gibt selbstfahrende Autos. Die wird diese 80 jährige doch wohl beherrschen, doe Landkarte ist da einprogrammiert und Sprachverarbeitung wird so ein selbstfahrendes Auto doch wohl auch können, dann sagt diese Frau, wio sie hin will und das Auto bringt sie da hin wie ein Taxi. Eine Adresse am Zielort wird die Dame doch wohl dann wissen. Diese Adresse kennt dieses Auto dank der einprogrammierten Karte!

Ich komme mit GUI, so richtig "windoof" besser klar! Wozu auch sonst die heutige Rechenpower, ich mache mit meinem PC das was ich vor 20 Jahren mit weniger starkem Rechner auch schon gemacht habe. Ich brauche auf youtube auch keine Blueray Auflösung und spielen tu ich auch nicht, die Harwareanforderungen für die aktuellen Spiele sind mir zu hoch und zu teuer. Da ist mehr als genug Rechenkaptzität für ne nutzerfreundliche GUI da.

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Re: Pascal wieder bekannter machen - zwei neue Projekte des Vereins

Beitrag von kralle »

Moin,

ich habe so etwas noch nicht gemacht, aber ist es aufwendig
z.B. eine Linux-Mint (oder andere Distro) als Live-CD /USB-Stick
inkl. vorinstalliertem Lazarus zu erstellen?
Könnte man auf Veranstaltung wie z.B. den LPD an Interessierte verteilen.

Gruß Heiko
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