Quellcode von Lisa OS (in Pascal) verfügbar

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hum4n0id3
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Re: Quellcode von Lisa OS (in Pascal) verfügbar

Beitrag von hum4n0id3 »

Mathias hat geschrieben:
Mo 23. Jan 2023, 08:45
Was ich aber nicht in der schnelle erkennen kann, war das Unix dort das Haupt-OS, oder ist es wie auf den heutigen PCs mit Linux, ein Nebenzweig ?
Ich weiß das die Linuxer gerne unter anderem damit Brüsten, was Microsoft so alles verschlafen hat. Internet, Mobile und so ...

Aber Unixern haben wir es zu verdanken, das die Welt heute am PC Windows nutzt :mrgreen:

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Winni
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Re: Quellcode von Lisa OS (in Pascal) verfügbar

Beitrag von Winni »

Mathias hat geschrieben:
Mo 23. Jan 2023, 08:45
Hatten die alle Unix als OS ?
Anscheinend gemäss Google schon.
Was ich aber nicht in der schnelle erkennen kann, war das Unix dort das Haupt-OS, oder ist es wie auf den heutigen PCs mit Linux, ein Nebenzweig ?
Hallo!

Unix war damals Scheiss-teuer.

Deshalb bauten sich die Firmen ihre eigenen Betriebssystem, die meistens im professionellen Bereich unixoid waren (Solaris, VMS, AIX, Ultrix, Xenix, OS9 .....)

Linux ist kein Nebenzweig.Es wird genutzt von
90% der Cloud-Server
96% der Web-Server
100% der 500 größten Super-Computer

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Mathias
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Re: Quellcode von Lisa OS (in Pascal) verfügbar

Beitrag von Mathias »

Linux ist kein Nebenzweig.Es wird genutzt von
90% der Cloud-Server
96% der Web-Server
100% der 500 größten Super-Computer
Und die grösste Gruppe hast du vergessen. Die Smartphones. Auch das Apple hat ein Unix Vertreter (Free BSD).
Auch die ganzen Router/TVs, etc. habe Linux.

Mit Nischenprodukte meinte ich den PC-Markt.
Mit Lazarus sehe ich grün
Mit Java und C/C++ sehe ich rot

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Winni
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Re: Quellcode von Lisa OS (in Pascal) verfügbar

Beitrag von Winni »

Mathias hat geschrieben:
Mo 23. Jan 2023, 12:44

Mit Nischenprodukte meinte ich den PC-Markt.
Hi!

Die meisten Server laufen auf PCs.

Du meinst wahrscheinlich den Desktop-Markt.

Da kommt Linux allerdings nur auf 4%.
Soviel wie die FDP in Hamburg oder Niedersachsen.

Dabei ist "Linux on the Desktop" unendlich praktisch.
KDE ist deutlich durchdachter als Windows.
Und für alle kleinen Aktionen, bei denen das Mausgeschubse zu unpraktisch ist, habe ich immer eine Konsole auf. Um mal schnell mit find oder grep was zu suchen.

Mach ich seit 25 Jahren. Und bin zufrieden.

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Mathias
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Re: Quellcode von Lisa OS (in Pascal) verfügbar

Beitrag von Mathias »

Du meinst wahrscheinlich den Desktop-Markt.
genau
Dabei ist "Linux on the Desktop" unendlich praktisch.
KDE ist deutlich durchdachter als Windows.
Ich verwende Cinnamon. aber auch dies ist um weites besser als Windows.
Ich möchte nicht mehr zurück zu Windows.
Windows kann die primitivsten Sachen nicht, was Linux kann.
Und für alle kleinen Aktionen, bei denen das Mausgeschubse zu unpraktisch ist, habe ich immer eine Konsole auf. Um mal schnell mit find oder grep was zu suchen.
Genau, du sagst es. Die Konsole von Windows kann man rauchen.
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Re: Quellcode von Lisa OS (in Pascal) verfügbar

Beitrag von hum4n0id3 »

Linux habe ich um ~2000 herum kennen gelernt. Es gab auch Jahre wo ich alleine nit Linux benutzt habe und habe Menschen in Ort kennen gelernt, die auch Linux entdeckten und begeistert waren. Eine gewisse nicht Kooperation, viel Ideologisches Blah und keine Stabile Desktop-Umgebung sorgten dafür, das aus dem Hype nichts wurde.

Um ~2012 herum habe ich dann auch Linux deinstalliert und mich ~2015 langsam angefangen damit zu beschäftigen. Primär nutze ich heute Windows, habe seit diesem Wochenende aber auch ein Ubuntu auf SecureBoot und UEFI installieren können. Mein jetziger PC verträgt nämlich Linux schlecht, scheint aber wieder zu funktionieren. Sehr vieles was Linux für mich ausgemacht, habe ich auch nach Windows geholt oder ersetzt und ergänzt. Heute ist es so das ich unter Linux vieles vermisse. Aber sei es drum...

Was nervt sind diese "OS-Wars". Ich war Admin/Systembetreuer und bin jetzt Webentwickler und entwickle teilweise Desktop-Anwendungen. Ich halte Windows weder für schlecht, noch halte ich den Linux-Desktop für überlegen. Vielmehr, gut das es unterschiedliche Systeme gibt, das man sich aussuchen und nutzen darf. Alles alleine stemmen, kann man nicht.

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Re: Quellcode von Lisa OS (in Pascal) verfügbar

Beitrag von Mathias »

Linux habe ich um ~2000 herum kennen gelernt.
Mein erster Kontakt war schon in den 90er, bevor Win95 auf dem Markt war. Es war irgend so ein Slakware mit Kernel 0.x.
Auch wen die Installation sehr kompliziert war, hatte dieses das gewisse etwas, was DOS/Win31 fehlten.
ZB. konnte ich meine 1GB-Festplatte voll ausnutzen. DOS war bei etwa 500MB fertig. Das war der Grund wieso ich das erste mal Kontakt hatte, weil ich meinem Nachbar(Informatiker) erzählte, das ich meine HD nicht voll nutzen konnte. Da gab er mir da Linux zum probieren.
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Re: Quellcode von Lisa OS (in Pascal) verfügbar

Beitrag von hum4n0id3 »

Mathias hat geschrieben:
Mo 23. Jan 2023, 16:37
Linux habe ich um ~2000 herum kennen gelernt.
Mein erster Kontakt war schon in den 90er, bevor Win95 auf dem Markt war. Es war irgend so ein Slakware mit Kernel 0.x.
Ich habe zwar schon Windows 3.11 (Schule) und Windows 95(Schule und Verwandschaft) gesehen, aber mein erstes eigene war Windows 98. Und ich habe es gehasst. Ich habe wohl zu viel damit rum gespielt und es ging ständig kaputt. Irgendwann begann ich mich fürs Programmieren zu interessieren und kaufte Bücher. Mit dem damaligen Visual Studio 6.0 konnte ich keine richtigen Programme erstellen und musste immer Visual Studio starten und kompilieren, was mir auch nicht gefiel. Durch ein Buch "Easy C++" oder so, habe ich dann von einem System namens Linux erfahren. Dort sollte man richtige Programme erstellen können. Ich habe mir dann irgendwann ein Mandrake Linux besorgt und eines der ersten Sachen die ich probierte war ein C++-Programm zu kompilieren, was auch klappte. Nur lief es nur unter Linux, was ich wiederum doof fand :lol:

Dieses ganze kompilieren, linken usw. habe ich zwar gelesen, verstand es ab nicht. Ich war Schüler und fand niemanden der mir geholfen und aufgeklärt hat. :( Ich wollte immer das meine Programme ohne Aufwand überall laufen sollten. Das versprach unter anderem Java, aber von Java habe ich erst gutes Jahrzehnt später erfahren und war schon kurz vor der Umschulung zum Anwendungsentwickler. Damals dachte ich, ich werde etwas mit Java machen. Im Praktikum landete ich in einer WebCRM Firma mit PHP. Zu der Zeit habe ich Linux eigentlich aufgegeben, aber ich hatte in der Ausbildung zum Systembetreuer neben Windows, auch Linux gehabt und mehrere Jahre an Erfahrung gesammelt, was ich scheinbar auch nicht vergessen habe. Einiges hat sich zwar geändert, aber einiges auch nicht. Und so langsam nach und nach, habe ich mich wieder verstärkt mit Linux wieder befasst. Nicht mehr mit den Distros selbst, die sind meist uninteressant, aber mit SystemD und WSL.

Jetzt habe ich mir ein Ubuntu wieder installiert, weil mein Windows PC viel RAM benötigt. Ohne irgendwas zu starten ü3GB und wenn ich meine IDE hochfahre nicht selten 9-11 GB. Das Ubuntu frisst im Leerlauf 1,2GB und hier möchte ich mit Virtuellen Systemen gleichzeitig arbeiten, kleine Netze bauen und mit Kali etc. untersuchen. Linux frisst weniger RAM und ich kann hier mein virtuelles Wunschlabor aufbauen. Ich finde gut, wenn ich auf sowas zurück greifen kann. Alternativ hätte ich meinen PC aufrüsten müssen.
Mathias hat geschrieben:
Mo 23. Jan 2023, 16:37
Auch wen die Installation sehr kompliziert war, hatte dieses das gewisse etwas, was DOS/Win31 fehlten.
Ist ja auch okay. Keines der Systeme war und ist Perfekt. Auch heute nicht.

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six1
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Re: Quellcode von Lisa OS (in Pascal) verfügbar

Beitrag von six1 »

jaja... ich habe eine Woche gebraucht, um zusammen mit meinem damaligen Nachbarn meine erste 40MB Platte unter DOS auf einem x86 zu installieren...
ein Linux auf einem i386 hat einen Tag genudelt, um einen neuen Kernel und Treiber zu kompilieren.
Wer da behauptet, dass es früher besser war, der spinnt :lol:
Gruß, Michael

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Re: Quellcode von Lisa OS (in Pascal) verfügbar

Beitrag von Mathias »

six1 hat geschrieben:
Mo 23. Jan 2023, 17:59
jaja... ich habe eine Woche gebraucht, um zusammen mit meinem damaligen Nachbarn meine erste 40MB Platte unter DOS auf einem x86 zu installieren...
ein Linux auf einem i386 hat einen Tag genudelt, um einen neuen Kernel und Treiber zu kompilieren.
Wer da behauptet, dass es früher besser war, der spinnt :lol:
Ich hatte kürzlich als Plausch einen aktuellen Kernel kompiliert, dies ging auch fast ein Schaltjahr. Der Kernel sind richtig dick geworden.
Und C Compiler sind richtig lahme Gören im Vergleich zu Pascal.
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Winni
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Re: Quellcode von Lisa OS (in Pascal) verfügbar

Beitrag von Winni »

Hi!

Ganz früher war bei 640 kB gzip komprimiert für den Kernel Schluß:

lilo - Der Linux-Loader konnte nicht mehr, da er von DOS aus gestartet wurde.
Deshalb wurde grub erfunden.

Mein derzeitiger Kernel ist 10 MB groß - so wie er geliefert wurde.
Also das 15fache von damals.
Da wird dann aber auch alles reingeknallt, so dass der Kunde höchst selten in die Verlegenheit kommt, sich einen Kernel selbst zu backen.
Die heutigen Maschine machen es möglich.

Mit den Augen von damals ist das natürlich eine Riesen-Verschwendung.
Anderseits ist es natürlich sehr entspannend, sich nicht wieder einen abgespeckten Kernel backen zu müssen, weil der RAM knapp ist.

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Re: Quellcode von Lisa OS (in Pascal) verfügbar

Beitrag von Mathias »

Mit lilo konnte man auch höher als 640KB gehen.
Anstelle von

Code: Alles auswählen

make lilo
, musste man

Code: Alles auswählen

make bzlilo
eingeben
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Re: Quellcode von Lisa OS (in Pascal) verfügbar

Beitrag von Winni »

Hi!

Ja, es gab noch ein paar Versuche, das Überleben von lilo zu verlängern.

Aber da lilo typischerweise von Diskette gestartet wurde, war bei 1.44 MB Schluß.

Winni

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Re: Quellcode von Lisa OS (in Pascal) verfügbar

Beitrag von Mathias »

Aber nur bei der Installation, oder Notfall Diskette. Was es noch gab, ein kleiner Bootloader, welcher aber den Kernel dann von der Festplatte landete

Loadlin gab es auch noch, da konnte man von DOS aus den Kernel laden und starten..
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Re: Quellcode von Lisa OS (in Pascal) verfügbar

Beitrag von hum4n0id3 »

Winni hat geschrieben:
Mo 23. Jan 2023, 19:30
Anderseits ist es natürlich sehr entspannend, sich nicht wieder einen abgespeckten Kernel backen zu müssen, weil der RAM knapp ist.
Macht aber Spaß und meist unerlässlich wenn man eine alte Distro, wie LTS-Versionen, auf neue Maschinen bringen muss. Es ist gut wenn man es kann.

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