Moin,
hier Mal wieder wie ich finde ein interessanter Artikel https://www.heise.de/hintergrund/UX-Des ... ag.beitrag
Gruß Kralle
UX-Design-als-Muellmaschine
- kralle
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Warf
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Re: UX-Design-als-Muellmaschine
Ach ja, Heise, die Bild für ITler... Bei dem Artikel musste ich direkt daran denken:

Hier werden super viele Themen wirr durcheinander Geworfen und versucht einen Roten Faden zu finden der einfach nicht existiert.
Ich versuche es mal Aufzudröseln:
1. Datenmüll im Sinne von tausenden Cookies, Datenerfassung und co.
Ja das ist eine wirkliche Krankheit bei vielen Softwareherstellern aber hat absolut nix mit UX zu tun. Vielmehr gibt es seit irgendwann mitte/ender der 2010er diese Obsession mit "Key Performance Indicators" das Hersteller von Software unbedingt wissen wollen wer benutzt die Software wie oft für was. Da haben sich dann unendlich viele unternehmen gebildet die Apps als third Party Service einbinden können um Nutzungsdaten zu sammeln damit die dann für das Unternehmen schön visualisieren.
Manche unternehmen wie Netflix oder Amazon zeigen zwar das man Datengetrieben sehr effizient sein Geschäft optimieren kann, aber bei den meisten Unternehmen ist das einfach nur eine Sackgasse wo die Daten in einem Dashboard landen und nie was passiert.
Ja das ist absolute Geldverschwendung für die Unternehmen die für diese Services bezahlen und ein Datenschutzalptraum für die Nutzer, hat aber nichts mit UX zu tun.
2. Datendopplung durch Caching und live Updates
Tatsächlich ist Availability ein sehr großer Punkt in UX. Ja Traffic, Processing und Storage ist teuer. Sowohl in Geld als auch in CO2. Aber nur eins davon interessiert Unternehmen. Das Ziel von Unternehmen ists Geld zu verdienen. Egal ob man das mag oder nicht, die meisten Unternehmen werden nicht freiwillig Pleite gehen um den Planeten zu retten.
Und für das Unternehmen gibt es also rein der Frage der Einnahmen und Ausgaben. Reibungslose Prozesse erhöhen nachweislich den Umsatz (z.B. in Form von Conversion Rate). Um mal ein ganz dummes Beispiel zu bringen, das Japanische Zugsystem hat eine Harte Anforderung das das Scannen von Tickets für den Nahverkehr maximal 200ms dauern darf mit sehr geringen Fehlerquoten. Wenn das länger dauert staut es sich zu den Stoßzeiten in hochfrequentierten Bahnhöfen wie z.B. der Tokyo Metro, alles verzögert sich und sogar mehr Menschen fahren schwarz.
Kann das auslesen von Zugtickets auch länger dauern? Technisch klar. Bei mir in der Stadt im ÖPNV ist das kontaktlose Zahlen eher im Sekunden Bereich. Aber was in hier im Rheinland ausreichend ist ist es nicht unbedingt in Tokyo.
Langer Rede kurzer Sinn: Wenn die Unternehmen mehr Geld rausbekommen durch das verbesserte UX als sie an Serverkosten Zahlen müssen, werden die Unternehmen das so machen.
Wenn das nicht gut für die Umwelt ist, dann sollten wir nicht die Unternehmen dafür ankreiden nicht Pleite gehen zu wollen, sondern stattdessen hinterfragen warum Strom so billig ist.
Zusätzlich finde ich die Aussage das Cloud und Storage so billig ist sehr amüsant. Als jemand der erlebt hat wie krass die Kosten von Azure und AWS explodieren sobald man anfängt richtig zu skalieren scheint mir der Autor sehr realitätsfern.
Cloud ist billig wenn man nicht viele Resourcen braucht. Sobald man plötzlich viele Transaktionen hat ist es meist günstiger selbst zu hosten. Das Geschäftsmodell der Cloudanbieter ist es genau einen Abbhängig zu machen solang es günstig ist und dann wenn man seine Lösung voll und ganz auf die Cloud zugeschnitten hat die Preise anzuziehen. Das ist aber wieder ein ganz anderes Thema.
Außerdem sind Cloud, CDNs und Caching drei gänzlich unterschiedliche Themen über man allein ganze Diskussionen haben kann, die Zusammen zu werfen übersimplifiziert die Probleme in allen Aspekten viel zu sehr um nützlich zu sein.
3. Dinge die der Autor nicht mag
Endless scrolling, Autoplay, Opt-in vs Opt-out sind alles Themen bei denen ich z.T. den Autor verstehen kann, aber es sind einfach wild zusammengewürfelte Themen deren einzige Gemeinsamkeit ist das der Autor sie doof findet. Endless scrolling ist Problematisch wegen Bildschirmzeit und Sucht. Opt-in statt Opt-out ist ein Psychologischer Trick um die Nutzenden zu Zustimmungen (und bei Push Notifications zu Interaktionen wie Spontankäufen) zu bewegen den man mindestens als Aufdringlich wenn nicht sogar als Manipulativ bezeichnen kann. Autoplay nervt einfach in manchen Situationen.
Das versteh ich alles voll und ganz, aber hat nicht so viel mit dem Thema zu tun oder?

Hier werden super viele Themen wirr durcheinander Geworfen und versucht einen Roten Faden zu finden der einfach nicht existiert.
Ich versuche es mal Aufzudröseln:
1. Datenmüll im Sinne von tausenden Cookies, Datenerfassung und co.
Ja das ist eine wirkliche Krankheit bei vielen Softwareherstellern aber hat absolut nix mit UX zu tun. Vielmehr gibt es seit irgendwann mitte/ender der 2010er diese Obsession mit "Key Performance Indicators" das Hersteller von Software unbedingt wissen wollen wer benutzt die Software wie oft für was. Da haben sich dann unendlich viele unternehmen gebildet die Apps als third Party Service einbinden können um Nutzungsdaten zu sammeln damit die dann für das Unternehmen schön visualisieren.
Manche unternehmen wie Netflix oder Amazon zeigen zwar das man Datengetrieben sehr effizient sein Geschäft optimieren kann, aber bei den meisten Unternehmen ist das einfach nur eine Sackgasse wo die Daten in einem Dashboard landen und nie was passiert.
Ja das ist absolute Geldverschwendung für die Unternehmen die für diese Services bezahlen und ein Datenschutzalptraum für die Nutzer, hat aber nichts mit UX zu tun.
2. Datendopplung durch Caching und live Updates
Tatsächlich ist Availability ein sehr großer Punkt in UX. Ja Traffic, Processing und Storage ist teuer. Sowohl in Geld als auch in CO2. Aber nur eins davon interessiert Unternehmen. Das Ziel von Unternehmen ists Geld zu verdienen. Egal ob man das mag oder nicht, die meisten Unternehmen werden nicht freiwillig Pleite gehen um den Planeten zu retten.
Und für das Unternehmen gibt es also rein der Frage der Einnahmen und Ausgaben. Reibungslose Prozesse erhöhen nachweislich den Umsatz (z.B. in Form von Conversion Rate). Um mal ein ganz dummes Beispiel zu bringen, das Japanische Zugsystem hat eine Harte Anforderung das das Scannen von Tickets für den Nahverkehr maximal 200ms dauern darf mit sehr geringen Fehlerquoten. Wenn das länger dauert staut es sich zu den Stoßzeiten in hochfrequentierten Bahnhöfen wie z.B. der Tokyo Metro, alles verzögert sich und sogar mehr Menschen fahren schwarz.
Kann das auslesen von Zugtickets auch länger dauern? Technisch klar. Bei mir in der Stadt im ÖPNV ist das kontaktlose Zahlen eher im Sekunden Bereich. Aber was in hier im Rheinland ausreichend ist ist es nicht unbedingt in Tokyo.
Langer Rede kurzer Sinn: Wenn die Unternehmen mehr Geld rausbekommen durch das verbesserte UX als sie an Serverkosten Zahlen müssen, werden die Unternehmen das so machen.
Wenn das nicht gut für die Umwelt ist, dann sollten wir nicht die Unternehmen dafür ankreiden nicht Pleite gehen zu wollen, sondern stattdessen hinterfragen warum Strom so billig ist.
Zusätzlich finde ich die Aussage das Cloud und Storage so billig ist sehr amüsant. Als jemand der erlebt hat wie krass die Kosten von Azure und AWS explodieren sobald man anfängt richtig zu skalieren scheint mir der Autor sehr realitätsfern.
Cloud ist billig wenn man nicht viele Resourcen braucht. Sobald man plötzlich viele Transaktionen hat ist es meist günstiger selbst zu hosten. Das Geschäftsmodell der Cloudanbieter ist es genau einen Abbhängig zu machen solang es günstig ist und dann wenn man seine Lösung voll und ganz auf die Cloud zugeschnitten hat die Preise anzuziehen. Das ist aber wieder ein ganz anderes Thema.
Außerdem sind Cloud, CDNs und Caching drei gänzlich unterschiedliche Themen über man allein ganze Diskussionen haben kann, die Zusammen zu werfen übersimplifiziert die Probleme in allen Aspekten viel zu sehr um nützlich zu sein.
3. Dinge die der Autor nicht mag
Endless scrolling, Autoplay, Opt-in vs Opt-out sind alles Themen bei denen ich z.T. den Autor verstehen kann, aber es sind einfach wild zusammengewürfelte Themen deren einzige Gemeinsamkeit ist das der Autor sie doof findet. Endless scrolling ist Problematisch wegen Bildschirmzeit und Sucht. Opt-in statt Opt-out ist ein Psychologischer Trick um die Nutzenden zu Zustimmungen (und bei Push Notifications zu Interaktionen wie Spontankäufen) zu bewegen den man mindestens als Aufdringlich wenn nicht sogar als Manipulativ bezeichnen kann. Autoplay nervt einfach in manchen Situationen.
Das versteh ich alles voll und ganz, aber hat nicht so viel mit dem Thema zu tun oder?