Ich liebe Lazarus, aber es nervt!

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kralle
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Re: Ich liebe Lazarus, aber es nervt!

Beitrag von kralle »

Moin,

zum Thema aktuelle Version, hier mal ein Bild:
Lazarus-Versionen.png
Lazarus-Versionen.png (102.74 KiB) 535 mal betrachtet
Gruß Heiko
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Nimral
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Re: Ich liebe Lazarus, aber es nervt!

Beitrag von Nimral »

Mach mich nicht schwach ... wo kommt DAS denn her ...

Ich bin bisher immer nach dem Wiki gegangen und nach den Quellen auf Sourceforge, und dachte, jetzt ist wieder eine Weile Ruhe mit Unruhe in meiner IDE Installation, eigentlich will ich ja nur ein Programm erweitern das ich vor Jahren geschrieben habe.

Lazarus Source.png
Lazarus Source.png (64.38 KiB) 534 mal betrachtet

Bei allen wird gerade 2.0.12 (vom Februar!) als neues Release gefeiert, da stehen ja auch die ganzen großen Namen: Gaertner, Hess, Snijders, und jetzt bringst Du sowas ins Spiel. Ist die Lazarus Community, die eh schon recht klein ist, etwa auch noch in mehrere Interessensgruppen geteilt?

Wonach soll ich mich richten? Nach dem Tool, oder nach Wiki und Webseite, wenn ich kein unbedingtes Interesse habe, immer ganz vorne dabei zu sein, sondern zufrieden bin, im Pulk mitzuschwimmen?

Armin.

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af0815
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Re: Ich liebe Lazarus, aber es nervt!

Beitrag von af0815 »

wo nach man sich richten sollte - nimm mal den gesunden Menschenverstand.

Sorry, aber zwischen offiziellen Releases, Versionen aus dem SVN und fpcupdelux sollte man als fortgeschrittener User zumindest mal gelesen haben. Aktuell nervt mehr, alles mögliche in die IDE hineinzupacken, aber nicht mal das Thema genauer erforscht zu haben.

Ich habe seit Jahren eine stabile gedockte aktuelle IDE ohne Probleme zu haben. Nur habe ich mich zuerst in die Themen eingelesen, bevor ich was in die IDE gepackt habe.

BTW: Fpcupdeluxe hilft dir mehre Versionen side by side zu installieren und damit auch IDEs in verschiedenen Versionen zu testen.
Blöd kann man ruhig sein, nur zu Helfen muss man sich wissen (oder nachsehen in LazInfos/LazSnippets).

corpsman
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Re: Ich liebe Lazarus, aber es nervt!

Beitrag von corpsman »

Nimral hat geschrieben:
Fr 9. Apr 2021, 14:43
Wie kann ich eine "alte" Version haben, wo ich doch gestern die neueste 2.0.12 geladen habe? Mir scheint, Du bist Deiner Zeit voraus :-)

Was genau muss ich jetzt machen, um den Code Formatter mal anzuschmeißen und zu sehen was er aus meinen Sourcen zaubert?

Armin.
Also ich nutze immer die Trunk version, das ist unter Linux recht easy, den Hacken für die maximale Kompatibilität probiere ich morgen mal aus.

So wie es aussieht hat der die Register Routine gelöscht, damit wird nichts in der IDE registriert -> STRG+D funktioniert dann nicht. Bei meiner Installation "überschreibt" mein Formater den existierenden JEDI formater. Du kannst ja mal im Unterordner den Settings editor compilieren und dir dort die Vorschau und einstellungen ansehen, ob die überhaupt deinen ansprüchen genügen. Nicht das wir das zum laufen bringen und nachher gefällt es dir nicht ...
--
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Nimral
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Re: Ich liebe Lazarus, aber es nervt!

Beitrag von Nimral »

af0815 hat geschrieben:
Fr 9. Apr 2021, 19:09
Sorry, aber zwischen offiziellen Releases, Versionen aus dem SVN und fpcupdelux sollte man als fortgeschrittener User zumindest mal gelesen haben.
Das ist doch das "Einsteigerforum". Was genau sollte der Einsteiger gelesen haben, bevor er einsteigt?

Ich bin über Lazarus-ide.org eingestiegen, habe die FAQ durchgearbeitet und das Wiki angeschaut, und wenn Du Dir die Mühe machst, einfach mal zu vergessen was Du vermutlich in 10 Jahren, in denen Du Dich schon mit Lazarus beschäftigst, an Insiderwissen eingesammelt hast, und einfach den Spuren/Links folgst, denen ein Einsteiger so folgt, kommst Du unweigerlich zur 2.0.12 vom SVN als "aktuellste Version" und letztes "Offizielles Release".

Welchen Grund sollte jemand haben, daran zu zweifeln, und nach diesem Update Tool auch nur zu suchen? Zumal er eigentlich Programme schreiben möchte, und nicht die IDE debuggen. Ich bin mir im Moment noch nicht einmal sicher, ob ich überhaupt etwas anderes haben möchte als die derzeitige offizielle Mainstream Version die jeder hat. Mit den Hardcore-IDE und FPC Entwicklern, die sich an der Spitze der Source-Bäume tummeln und sich in der Früh begeistert auf den Nightly Build stürzen kann ich nicht mithalten.

Ich habe angeboten, nach Kräften an Verbesserungen für Einsteiger mitzuarbeiten.

@Corpsman: ich mach mich gleich heute Abend nochmal an einen Versuch mit dem Formatter. Danke inzwischen für die Details zur Installation, das hilft mir eventuell einen Schritt weiter. Meine Ansprüche sind bescheiden: Jedi Code Formatter war vällig OK, nur das Vereinheitlichen von Bezeichnern fehlt ihm.

Armin.

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af0815
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Re: Ich liebe Lazarus, aber es nervt!

Beitrag von af0815 »

Sorry, aber schau deinen 2 ten Post hier an. Das klingt nicht nach Einsteiger, der mal über Lazarus gestolpert ist und jetzt ein paar Probleme hat. Wenn du soviel Installationen und Kunden hast und die wichtigsten Themen noch nicht angesehen hast, dann hast du bisher was versäumt. Du bist laut deinen eigenen Aussagen am Anfang dieses Threads definitiv kein Einsteiger, oder dein eigener Einstieg in den Thread passt nicht, Sorry.

Du hast auch die Wahl eine komerzielle Version einer IDE zu nehmen mit entsprechender Dokumentation oder nicht. Das hier ist definitiv Open Source und an der Dokumentation kann man auch mitarbeiten, wenn sie einem nicht gefällt.

Das ist halt der Preis den man zu zahlen bereit sein muss, wenn man ein Open Source Projekt verwendet und nicht andere Einschränkungen in Kauf nehmen muss. Siehe auch deinen 2ten Post dazu. Entweder Einschränkuungen von Open Source oder Einschränkungen als Lizenznehmer.

Ich kenne sowohl Delphi (und Vorläufer) als zahlender Kunde als auch seit Jahren Lazarus/FPC seit mehr als 15 Jahren. Ich lebe mittlerweile lieber mit den Einschränkungen von Open Source und fixe notfalls mal was selbst. Bei Lizensierter Software konnte man das nicht einmal selbst machen und mit den Bugs sowohl in der IDE als auch in den Komponenten leben. Ok, das musste auch mal gesagt werden.
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Nimral
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Re: Ich liebe Lazarus, aber es nervt!

Beitrag von Nimral »

Ich denke, ich kann das erklären :-)

Wenn ich die freie Wahl der Entwicklungsumgebung habe, mache ich Projekte mit Lazarus. Das sind eins oder 2 im Jahr, Insellösungen, und davon kann ich nicht leben. Sonst bin ich gezwungener Maßen mit den Systemen unterwegs die beim Auftraggeber laufen, und das ist nicht Lazarus. Delphi war bis vor einigen Jahren sporadisch vertreten, wurde aber in meinem Dunstkreis zu 100% durch C# oder "Internet-Technologie" ersetzt. Diese Entscheidungen fallen immer in weit höhrern Besoldungsgruppen und ich habe das hinzunehmen. Dort sind meiner Erfahrung nach die Kriterien eines Entwicklers zweitrangig, dass "es" irgendwie irgendwann stabil läuft wird vorausgesetzt, oberste Maxime ist Risikovermeidung. Wer sich an einenen Global Player hängt geht kein Risiko ein, Lazarus kennt man dort nicht einmal, und legt auch keinerlei Wert darauf es kennen zu lernen. Man hat sich daran gewöhnt, nachd er Pfeife von Microsoft, Oracle oder SAP zu tanzen, Open Source und selber Vernatwortung tragen scheint keine verlockende Alternative. Die Anzahl der Entwickler in den Entscheidungsgremien ist ohnehin sehr überschaubar, in meinem Dunstkreis wurden alle oberen EDV Posten in den letztzen 10,15 Jahren an Buchhalter, Banker oder Berufsmanager vergeben von denen die Meisten nie mehr programmiert haben als vielleicht mal ein Excel Makro.

Ich kann also Software schreiben, aber ich habe in jedem Biotop riesige Lücken, die ich nach Kräften zu füllen versuche, aber das ist bei der Geschwindigkeit wo neue Technologies auf den Markt geworfen werden ziemlich hoffnungslos, ich hab ja auch noch Frau und Kinder und Hunde und Hobbies. Ich muss daher sorgfältig wählen, wo ich mich hineinarbeite. Und da ist eben eine gut strukturierte und vollständige Doku eine unerlässliche Grundlage.

Und ich bin drauf aus, das was gemacht werden muss mit einem möglichst ruhigen Toolset abzufackeln, das die Basics absolut solide erledigt. Schnickschnack brauche ich nicht. Und die zweitjüngste Version ist mir genauso lieb wie die Jüngste oder eine Ältere, wenn sie das kann was ich brauche ist es gut.

Diese Woche war hart für mich, ich hätte heute Abgabetermin gehabt für eien Erweiterung einer Lazarus-Lösung, die ich vor 4,5 Jahren mal gebaut habe, und bin in einem Haufen Probleme versunken wo ich sie nicht erwartet hatte. Die Probleme mit der IDE kamen mir denkbar ungelegen, und da habe ich mir spontan den Frust von der Seele geschrieben, und siehe da, es kamen ein paar geniale Rückmeldungen. Ich meine das todernst, es würde mich freuen, in dem Projekt einen Platz zu finden, am Anfang bei den Wasserträgern.

Als Programmierer für Teile von Lazarus sehe ich im Moment kein Licht für mich, zu viel Lücken, aber ich habe immer gerne geschrieben, kann das sowohl in Deutsch als auch in Englisch ziemlich fehlerlos, und sehe das Erstellen bzw Überarbeiten der Dokus für mich auch als Lernhilfe. Für jemanden der das alles bereits kennt muss es ätzend sein, Dokus zu erstellen, und genau so schauen die welche es zu Lazarus gibt - mit einigen Ausnahmen - größtenteils aus. Könnte aus meiner Sicht ein WIn-Win werden.

Armin.

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af0815
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Re: Ich liebe Lazarus, aber es nervt!

Beitrag von af0815 »

Danke mal für die Erklärung.

Grundlegend arbeite ich nur mit fpcupdeluxe. Das hat den Grund, das ich damit auf jeder Plattform - für mich Win32/win64, LinuxX64 und RasPi (4) eine Plattform für eine gesunde Plattform habe. Im Setup+ kann ich sowohl die Versionen pinnen - falls nötig - als auch Patches automatisch einbinden kann. Don Alfredo sei dank. Pakete werden entweder aus dem OPM genommen oder aus eigens eingerichtet GITs. Damit bleibt alles konsistent. Bei der IDE halte ich es so, das ich eine 'spielversion' aus dem Trunk habe und die verschiedenen Entwicklungen auch mal teste. Deswegen bekomme ich sehr viele Sachen, die sich entwickeln mit. Zusätzlich lese ich auf den Mailinglisten mit.

Zu fpcupdeluxe muss ich anmerken, das ich auch den vorläufer fpcup kenne. Mich schon früher mit den Problemen von Crosscompiling beschäftigt habe und Alfred echt für das Tool danken muss. Grundlegend machen fpcup und fpcupdeluxe nichts anderes als man zu Fuß auch macht, wenn man einen FPC/Lazarus aus dem Sourcen erstellt. Nur ist der Weg mit fpcupdeluxe automatisiert worden. Wenn ich Probleme mit fpcupdeluxe habe, so lasse ich mir die erzeugten Befehle mit very verbose anzeigen und diese kann man 1:1 auf der Kommandozeile auch anwenden. Das ist im Hintergrund keine besondere Hexerei dabei. Nur das erzeugen von Crosscompilern ist keine einfache Sache. Dazu muss man sich durch viele Seiten von Dokumentation wühlen und im Archiv der Mailingliste herumstöbern. Alfred hat das Tool wirklich perfektioniert für die Abenteuerlichsten Plattformen. Ich habe für eine QNAP-NAS mal einen Toolchain für Crosscompiling von Windows -> Nas angepasst, ich weis, was Alfred da für Energie und Zeit hineingesteckt hat. Eben deswegen ist mit das Tool so ans Herz gewachsen. Ich habe kein Problem Applikationen von WIndows nach LinuxX64 und LinuxArm zu erstellen und zu warten. Und meine Compiler auf den Verschiedenen Rechnern sind mit fpcupdeluxe auch in Sync. Auch wenn ich mal in einer VM unter Linux unterwegs bin, oder zu debuggingzwecke mal auf einen RasPi4 (3) einen Lazarus nur zum debuggen einrichte. Dank fpcupdeluxe, OPM und GIT geht das relativ schnell.
Ich verwende überall gedockte IDEs und neuerdings die Formdockingversion hier aus dem Forum. Die wurde als Preview hier im Forum bereitgestellt und ist jetzt bereits viel stabiler als die alte Sparta Version, die man richtig patchen musst damit die funktioniert. BTW: Die Patches wurden über fpcupdeluxe automatisch eingebunden. Die Konfiguration für den Lazarus liegt auch in ein GIT und somit kann ich das auf allen Plattformen gleich verwenden, nachdem auch die Installation bei mir gleich ist.

So, das waren auch ein paar Infos von mir.
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charlytango
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Re: Ich liebe Lazarus, aber es nervt!

Beitrag von charlytango »

Nimral hat geschrieben:
Fr 9. Apr 2021, 18:43
Mach mich nicht schwach ... wo kommt DAS denn her ...
DAS habe ich dir schon hier erwähnt:
charlytango hat geschrieben:
Mi 7. Apr 2021, 14:53
Zum Installieren von Lazarus nehme ich fpcupdeluxe das mir auch den OPM installiert.
Dort steht auch eine Anleitung die deine lästige Komponenteninstallation löst.

Auch auf die Gefahr hin mich unbeliebt zu machen:

Deine Posts weisen dich als erfahrenen und eloquenten Programmierer aus, der sich seinen Frust von der Seele geschrieben hat. Weit weg von einem "Einsteiger" in welche Sparte der EDV auch immer. Möglicherweise hast du im Frust auch einiges überlesen. Schön und gut, muss auch mal sein.

Trotzdem finde ich es recht sportlich mal anzunehmen schnell eine in 4,5 Jahren weiterentwickelte IDE installieren zu können um schnell mal die Erweiterung eines alten Codes zu machen. Das sind auch im OpenSource Bereich riesige Zeiträume. Da hat sich einiges auch unter der Haube geändert. Aber auch das ist dein Sache. Sich dann aber aufzuregen dass das alles nicht so klappt wie du es gern hättest oder erwartest ist respektlos.

Meines bescheidenen Wissens kann man das mit keiner Sprache oder mit keinem Entwicklungssystem machen wenn man nicht permanent dran bleibt - zumindest wäre ich nicht so vermessen das von vornherein anzunehmen -- und ich kenne die Branche auch nicht erst seit vorgestern.
Das mit den völlig inkompetenten Entscheidern der IT Abteilungen war vor 25 Jahren schon nix mehr Neues. Die wollen nur eins- ihren eigene Arsch bedeckt halten, Erfolge nutzen und für den Fall des Falles einen Sündenbock parat haben.

Ich bin der Meinung dass das was mit einem völlig unterfinanzierten Projekt von allen Beteiligten hier auf die Füße gestellt wurde, mehr als bemerkenswert ist. Einige Entwickler lesen tatsächlich hier im Forum mit und schreiben auch - großes Kompliment!
Das hängt sicher auch ordentlich Herzblut drin. Was man von Legacy-Paketen nicht sagen kann. Versuch doch mal einer bei Borland, M$, Oracle, SAP, Embarcadero, Powerbuilder etc. schnell eine Auskunft bzw einen qualifizierten 3rd Level Support (der auch noch eine verständliche Sprache spricht) zu bekommen weil ein Projekt mit 30 Mann wegen eines Softwarefehlers im Entwicklungssystem oder der API steht. Das klappt auch gegen Einwurf ganz großer Scheine nicht oder nicht immer.

Genug geschleimt 8)

Bin überzeugt dass alle die sich mit FPC/Lazarus beschäftigen gern auch jemanden in ihrer Mitte haben der sich um korrekte und aktuelle Dokus kümmert.

Also: Sei willkommen und benutze das Echo des Waldes ;)

hum4n0id3
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Re: Ich liebe Lazarus, aber es nervt!

Beitrag von hum4n0id3 »

Nimral hat geschrieben:
Fr 9. Apr 2021, 21:57
Ich kann also Software schreiben, aber ich habe in jedem Biotop riesige Lücken, die ich nach Kräften zu füllen versuche, aber das ist bei der Geschwindigkeit wo neue Technologies auf den Markt geworfen werden ziemlich hoffnungslos, ich hab ja auch noch Frau und Kinder und Hunde und Hobbies. Ich muss daher sorgfältig wählen, wo ich mich hineinarbeite. Und da ist eben eine gut strukturierte und vollständige Doku eine unerlässliche Grundlage.
Da liegt vielleicht auch der Fehler. Wenn man überall "irgendwie rum wusselt", ist doch irgendwie klar das es chaotisch, unübersichtlich und stressig wird. Deshalb spezialisiert man sich auch. Ich habe am Anfang auch gedacht das ich mir ein Möglichst breites Wissen (C#, C++, Java, PHP, Python, und und und) aneignen muss. Aber selbst wenn man nur eine Kernsprache hat, ist es unter umständen schwierig mit zu halten, weil das Entwicklungstempo eher hoch ist.

Ich zum Beispiel habe mir, nach einigem Probieren, die Webentwicklung ausgesucht. Die Software die ich schreibe, läuft im Browser oder mit einigen Lösungen auch als Desktop-App, oder Mobile-App. Wobei ich eher Browser bediene. Und die Auswahl an Aufgaben ist nicht gerade klein. Webseiten, CMS, DMS, ERP, CRM, Spiele, 3D lassen sich sehr gut Abbilden. Dank modernen Technologien, wird Adobe sicher bald auch PhotoShop im Browser anbieten :D

Was ich sagen will, auch mit scheinbar wenigen Werkzeugen kann man sehr viel erreichen und hat ein ruhiges und gut Leben. Wenn deine Stärken und Kunden eher auf dem Desktop liegen, dann konzentriere dich darauf und möglichst wenige Werkzeuge die möglichst viel Abdecken können. Aber zig Sprachen unterstützen wollen ist mMn. der falsche Weg.

Wäre meine Empfehlung.

Nimral
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Re: Ich liebe Lazarus, aber es nervt!

Beitrag von Nimral »

@Craftsman: ich habs wie versprochen selber versucht, den Code-Formatierer auf 2.0.12 "downzugraden", die fehlende Register-Prozedur im LPK nachgetragen und das Projekt neu gebaut. Das Package lässt sich auch installieren, aber dann verließen sie ihn, es gibt zwar keinen Fehler, aber der Jedi Code Formatter ist nach wie vor in Amt und Würden, Strg-D gehört ihm, und laut einem Scroll durch die Lazarus Menüs und die Optionen hat sich augenscheinlich nichts geändert --> DelForLaz installiert sich wohl überhaupt nicht.

Auch das Config-Tool läuft auf der alten Lazarus Version nicht, es schmiert schon beim Laden der Quellen mit Fehlern ab. Irgendweche TypeHelpers im Zusammenhang mit SynEdit beschweren sich. Ich kann das Package dann zwar bauen, aber die exe kommt dann auch nicht weit, nach Start wirft sie gleich 3 Fatale Exceptions in Zusammenhang mit SynEdit und dann ist Schluss.

Ich fürchte, da muss der Meister ran, oder der Rest der Welt muss warten bis das offizielle Lazarus Release Dich einholt.

Den Tipp mit dem Debugger-Fenster habe ich ebenfalls umgesetzt, die derzeitige Lazarus Version crasht bei mir etwa 1-2 Mal täglich mit Stack-Dump. Ich kanns noch nicht sicher sagen, aber es schaut so aus als ob meistens "nur" der Lazarus Help betroffen wäre. Ich sehe dass ich die nächsten Tage mehr Detailinfos gewinne.

Mein Sorgenprojekt ist trotzdem seit heute Früh, 3 Uhr, Feature-Complete, und läuft zufriedenstellend stabil dass ich es an die Tester geben kann. Ich sehe also wesentlich entspannter auf Montag als noch am Freitag, dank euch :-)

Schönes WE, Armin.

corpsman
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Re: Ich liebe Lazarus, aber es nervt!

Beitrag von corpsman »

ALso,

in den .lfm Dateien trägt Lazarus neuerdings immer weider eigenschaften ein, die das alte Lazraus nicht kann.

Z.B. UseBigInt für SQL Verbindingen. Wenn dann die Application startet schmiert alles ab, weil der loader nicht weis was er damit machen soll.

=>
Du musst die exception beim Starten Lesen und da steht dann etwas in der Art:
Kann Eigenschaft xy nicht finden
Dann editierst du die form1.lfm suchst nach dieser eigenschaft und löschst einfach die entsprechende Zeile aus der .lfm Datei.

Die Registrierung in der IDE schein noch ein extra Problem zu sein, da kann ich mich aber erst morgen drum kümmern.

Oh und wenn du die Typehelper nicht hast ist das ein Zeichen dafür dass deine FPC installation nicht "neu" genug ist. Ich verwende FPC 3.0.4
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corpsman
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Re: Ich liebe Lazarus, aber es nervt!

Beitrag von corpsman »

So,

also Lazarus 2.0.10 compiliert nun den Settingseditor wieder und kann ihn auch ohne Fehler ausführen.
Des weiteren habe ich diesen "Maximale Kompatibilität" Schalter aktiviert und der macht genau das was ich vor ein paar Posts geschrieben hatte ;). Leider habe ich das für den Setting Editor nicht gefunden, geht wohl nur bei Packages. Egal, jetzt geht es ja *g*.

DelForLaz integriert sich nicht in die IDE in dem Sinn, dass du irgend etwas siehst, da war bisher einfach kein Bedarf und auch meine Programmierzeit ist begrenzt. Du erkennst es daran, dass beim 1. Mal STRG+D eine Messagebox kommt in dem er dir sagt dass er nun eine default.cfg anlegt (und wo das ist ;) ).

Viel Spass beim Testen der neuen Version.

[Edit]
Der Typehelper Fehler war genau die Zeile die man im .lfm file löschen musste, ..
--
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Nimral
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Re: Ich liebe Lazarus, aber es nervt!

Beitrag von Nimral »

Super! Ich habs gleich runtergeladen, installiere es, und sag Bescheid wie es gelaufen ist.

HG, Armin.

Nimral
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Re: Ich liebe Lazarus, aber es nervt!

Beitrag von Nimral »

Oookey, es gibt ein Fortschrittchen.

Bau und Installation liefen nun, und es kam danach tatsächlich beim ersten Aufruf von Strg-D ein Hinweis auf DelForLaz. JCF ist im Menü verblieben, und arbeitet nach wie vor als JCF, wurde also weder überschrieben noch entfernt, aber Strg-D wurde jetzt von DelForLaz übernommen.

Ich war eigentlich mit JCF fast zufrieden, siehe oben, mit Grundeinstellungen, nur das Vereinheitlichen von Bezeichnern, das hätte ich noch gern gehabt. Natürlich habe ich mich sofort auf diese Funktion gestürzt, und bin etwas irritiert: Strg-D ändert zwar diverse Abstände, aber keinen einzigen Bezeichner.

Code: Alles auswählen

type

  { TForm1 }

  TForm1 = class(TForm)
  private

  public
    procedure TestProc(var t: integer);
  end;

var
  Form1: TForm1;

implementation

{$R *.lfm}

{ TForm1 }

var Test: integer = 123;

procedure TForm1.testproC(var t: integer);

var
  i: INTeger;

begin
  Result := 100;
  result := 100;
  for i := 0 to 1000 do
    tesT := I;
end;   
ist nach Strg-D genauso Kraut und Rüben wie vorher. Die Klein/Grosschreibung rührt DelForLaz offenbar überhaupt nicht an, es korrigiert (bei mir bisher) nur einige Abstände (Whitespace) in Deklarationen.

Das Konfig-Tool hat auch keine Optionen, die auf Klein/Grossschreibung hinweisen.

Kann DelForLaz das etwa auch nicht?

Armin.

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