Hardwarefragen 3.3 und 5 Volt

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theo
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Re: Hardwarefragen 3.3 und 5 Volt

Beitrag von theo »

Danke für die Tipps!
Aber noch eine andere Frage, wenn wir schon so schön über "Handfestes" reden. :lol:
Rein theoretisch bräuchte man für das SD Card Modul mit ESP8266 ja nur die 5 Volt vom USB, da der ESP diese nicht selber zur Verfügung stellt.
Könnte man eigentlich nicht auch den ESP über einen USB Hub ganz normal anschliessen, und an dem Hub ein zweites, altes, aufgedröseltes USB Kabel anschliessen, nur um damit die 5 Volt abzugreifen?
Auf dem ESP komme ich da ja einfach nicht ran, die Verbindungsdrähte sind zu klein.
Spricht da elektrisch etwas dagegen?
Gibt es auch fertige solche Anschlüsse? Also USB Stecker, welche separat Erde und 5 Volt anbieten an Klemmen oder so?

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six1
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Re: Hardwarefragen 3.3 und 5 Volt

Beitrag von six1 »

klar, auch eine Idee, wenn du das jetzt erst mal nur auf dem Tisch ausprobierst... USB Kabel in HUB rein und rt/sw aufs Pfostenfeld gelegt
Gruß, Michael

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theo
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Re: Hardwarefragen 3.3 und 5 Volt

Beitrag von theo »

six1 hat geschrieben:
Sa 4. Jun 2022, 09:27
klar, auch eine Idee, wenn du das jetzt erst mal nur auf dem Tisch ausprobierst... USB Kabel in HUB rein und rt/sw aufs Pfostenfeld gelegt
Die Teile gehen in diese Richtung (Wenn man sich nicht selber die Finger schmutzig machen will :wink: ):
https://www.conrad.ch/de/p/usb-steckver ... 72336.html
https://www.conrad.ch/de/p/usb-adapter- ... 41652.html
Wenn es die noch als Zwischenstecker gäbe... Für diesen Zweck ist der Hub ja eigentlich nur aus mechanischen Gründen nötig.
Aber gut, ich werde wohl die "Brücke" anlöten.

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theo
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Re: Hardwarefragen 3.3 und 5 Volt

Beitrag von theo »

Naja, sind ja eigentlich viel zu teuer, diese Spezialstecker.
So müsste es auch gehen. Habe ein altes zweiadriges USB-Ladekabel auseinandergenommen.
Scheint soweit zu funktionieren.
Ob es das Probem mit dem Card Reader löst, probiere ich später aus.

usbpower.jpg
usbpower.jpg (355.57 KiB) 310 mal betrachtet

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theo
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Re: Hardwarefragen 3.3 und 5 Volt

Beitrag von theo »

Ja, so schreibt er! :D
Wenn ich einen konkreten Fall mit dem ESP8266 habe, wo mir der Hub zu sperrig ist, dann löte ich die Brücke doch noch.
Da es aber auch ohne Brücke mit dem ESP32 und dem Nano läuft, warte ich damit noch zu.

Dank an Michael und h-elsner für die Tipps und die Begleitung.

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six1
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Re: Hardwarefragen 3.3 und 5 Volt

Beitrag von six1 »

...ich dachte, es raucht ab :lol: :lol: :lol:

du kannst aber auch zwei Pfosten dranlöten und eine Steckbrücke aufstecken für 3,3V Betrieb
Gruß, Michael

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Re: Hardwarefragen 3.3 und 5 Volt

Beitrag von theo »

six1 hat geschrieben:
Sa 4. Jun 2022, 17:41
...ich dachte, es raucht ab :lol: :lol: :lol:
Haha! Witzbold...
six1 hat geschrieben:
Sa 4. Jun 2022, 17:41
du kannst aber auch zwei Pfosten dranlöten und eine Steckbrücke aufstecken für 3,3V Betrieb
Was sind Pfosten?

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six1
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Re: Hardwarefragen 3.3 und 5 Volt

Beitrag von six1 »

na sowas:
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Gruß, Michael

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Re: Hardwarefragen 3.3 und 5 Volt

Beitrag von theo »

Ach so.
Das steife Ding stelle ich mir aber auch nicht gerade leicht vor zu löten.
Ich glaube eine Litze oder ein dünner Draht hält da schneller besser und es kommt beim Stecken weniger Kraft auf die Lötstelle.
Ausserdem habe ich keine kleinen Brücken für diese Steckleisten im Vorrat. Ich müsste die mit einem Female-Female Jumper Kabel verbinden.
Da könnte ich gleich ein Male-Female Jumper Kabel in der Mitte durchschneiden und anlöten - dann bei 3.3V Bedarf stecken.
Aber ich glaube, wenn ich's löte, dann gleich fix. Falls ich mal was mit Arduino machen will, habe ich noch ein zweites SD Modul.

Was ich mir aber wirklich überlegt habe: Wenn das so ist, wie du und HE sagen, könnte ich den Linearregler gleich ganz entfernen und die Verbindung direkt auf der Platine löten.
Spricht da etwas dagegen?
Was haben eigentlich die Kondensatoren für ein Zweck? Kann man die ggf. ignorieren?

kondensatoren.png
kondensatoren.png (10.63 KiB) 249 mal betrachtet

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six1
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Re: Hardwarefragen 3.3 und 5 Volt

Beitrag von six1 »

Die Kondensatoren am Regler werden benötigt, damit der Regler ordentlich arbeitet. Im Datenblatt zum Regler kannst du das nachlesen und sehen.
Falls du den Regler runter lötest, kannst du die aber drin lassen, denn diese glätten die Versorgungsspannung.
Gruß, Michael

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af0815
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Re: Hardwarefragen 3.3 und 5 Volt

Beitrag von af0815 »

Die drei Kondesatoren sind per Design so vorgesehen. Vor allen die keramischen (das ist wichtig) 100nF. Die sind zum blocken von von Schwingneigungen. Der 10µF am Ausgang ist Standard. Früher, bevor gespart wurde (koste es was es wolle) war auch einer beim Eingang.

Warum die Paarung 100nF/10µF. Der 10µF ist meistens gewickelt und damit eine gewisse Eigenschaft einer Spule und blockiert die HF schlecht. Deswegen kommt ein keramischer 100nF parallel, der killt dann das Hochfrequente bzw. die Schwingneigung in hohen Frequenzen. Das ganze ist eine 'Standard' Schaltung seit es die Linearregler gibt. Früher musste man noch eine Diode in Sperrrichtung zwischen Eingang und Ausgang anbringen, damit der Linearregler keine negative Spannung bekommt, weil das wollte er auf Dauer auch nicht.
Blöd kann man ruhig sein, nur zu Helfen muss man sich wissen (oder nachsehen in LazInfos/LazSnippets).

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Re: Hardwarefragen 3.3 und 5 Volt

Beitrag von theo »

Vielen Dank auch an af0815!
Ich sehe, dass sich hier die geballte Kompetenz eingefunden hat! :wink:

Deshalb gleich noch eine kleine Frage hinterher. Zum Thema passt es immer noch.
Ich habe 3 Logic Level Converter bekommen, wovon einer schrottig gelötet ist.

Eigentlich sieht man auf der Vergrösserung, dass das nicht funktionieren kann.

levelshifter.png
levelshifter.png (1.07 MiB) 230 mal betrachtet

Dennoch wollte ich mal messen und habe deshalb erst die "gesunden" gemessen.
Ist es bei diesen Dingern normal, dass im Zweifel 5 bzw. 3.3 V anliegt und die erst auf 0 Volt gehen, wenn die andere Seite auch auf GND liegt?
Ich hätte das Intuitiv umgekehrt erwartet und dachte zuerst, das Ding ginge gar nicht.

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af0815
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Re: Hardwarefragen 3.3 und 5 Volt

Beitrag von af0815 »

Schrottig gelötet ist der richtige Ausdruck, allerdings sieht man, das es keinerlei Qualitätskontrolle geben kann.

Grundlegend würde ich beim Pegelwandeln ohne galvanische Trennung entweder einen einfachen Spannungteiler (5V -> 3,3V) oder einen Transistor mit Widerständen (3,3V -> 5V) verwenden. Die Schaltung sieht nach letzteren aus.

Messen ist so eine Sache, wenn der Widerstand auf der AUsgangsseite ein 'Pull-Up' also gegen 3,3V (5V in der anderen Richtung)zieht, dann misst du 3,3V (5V) wenn der Bauteil (Transistor) nicht schaltet oder falsch eingebaut ist. Erst wenn der schaltet zieht der gegen GND. Mit so was kann man die Spannung erklären.

Generell ist so, wenn keine Last am Ausgang hängt kann man oft Spannungen messen, wo keine sind, weil die heutigen Messgeräte sehr hochohmig sind, also keine Last darstellen.
Blöd kann man ruhig sein, nur zu Helfen muss man sich wissen (oder nachsehen in LazInfos/LazSnippets).

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Re: Hardwarefragen 3.3 und 5 Volt

Beitrag von theo »

@af0815: Danke für deine ausführliche Antwort.
Ich entnehme dem, dass das Bauteil so funktionieren kann, also wahrscheinlich in Ordnung ist, ausser natürlich dem Kanal mit dem Lötfehler.
Letzteres werde ich noch versuchen hinzubiegen. Dort kann ich ja nichts kaputt machen, weil es schon kaputt ist. :wink:

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af0815
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Re: Hardwarefragen 3.3 und 5 Volt

Beitrag von af0815 »

Ich danke, weil du mir eine weitere Quelle für kleine Helferchen gezeigt hast.
Blöd kann man ruhig sein, nur zu Helfen muss man sich wissen (oder nachsehen in LazInfos/LazSnippets).

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