Lazarus / Object Pascall im Studium

Für alles, was in den übrigen Lazarusthemen keinen Platz, aber mit Lazarus zutun hat.
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Baumi
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Lazarus / Object Pascall im Studium

Beitrag von Baumi »

Hallo Zusammen,

ich möchte in ein paar Jahren ein Informatikstudium beginnen. Da ich privat und beruflich mit Object Pascal (in Lazarus und Delphi) viel Erfahrung gesammelt habe und gegen alle Sprache mit C-Krankheit (= C typische Syntaxelemente wie {}) eine tiefe Abneigung habe, würde ich gerne im Studium C-Sprache meiden und am liebsten mit Pascal verwenden können. Könnt ihr mir eine Universität / Hochschule empfehlen, wo mit Object Pascal im Studium gearbeitet wird?

Meine Websuche zu dem Thema hat mir bisher nur Hinweise auf zwei Unis gegeben:

u-boot
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Re: Lazarus / Object Pascall im Studium

Beitrag von u-boot »

Ganz ehrlich... ich glaube nicht dass es das gesuchte wirklich gibt. Ein Informatik-Studium zielt auf sehr viel mehr ab, als auf programmieren in einer bestimmten Sprache. Ich persönlich habe Lazarus für meine Abschlussarbeit genutzt allerdings nicht in Form eines Informatik-Abschlusses. Der Einsatz war mangels anderer Programmierkenntnisse geboten und ich hatte Delphi als "Lernumgebung" mal im Grundstudium schon vorher gehabt. Außerdem war es mit meinen Betreuern abgestimmt. Nachvollziehbarkeit von dem was man tut sollte gegeben sein. Ansonsten wird es mit der Bewertung schwierig. Es geht letztlich auch am wenigsten um das Werkzeug, welches genutzt wird.

Sry für Übertreibung, diese soll zum besseren Verständnis beitragen und nicht zur Beleidigung: Übertragen auf Mechanik ist dein Anliegen ungefähr: Ich kann mit Schraubenschlüssel umgehen, wo bitte kann ich damit Maschinenbau studieren.
Mein Tipp: Sprich über dein Vorhaben mit Studenten und/oder Leuten die den Abschluss hinter sich haben über den Studieninhalt und die wichtigen Dinge was du benötigst.. Am besten im direkten Gespräch, wo man dir auch inhaltlich etwas persönlich erklären kann. In meinem Studium war im Abschluss das wichtigste, dass man etwas ordentliches wissenschaftliches Arbeiten nachweist und auch selber etwas Grips reinsteckt (nicht irgendwas nur von anderen zusammenpflückt, sondern auch weiterdenkt).

Und bitte verstehe den Beitrag nicht falsch. Ich möchte dich nicht entmutigen, sondern einfach, dass du eine ungefähre Vorstellung hast, was auf dich zukommt. Natürlich ist auch ein Informatik-Studium machbar mit etwas Fleiß/Willen, Talent/Begabung und mit dem nötigen Vorwissen. Wie viel von welcher Komponente sei mal dahingestellt und es ist natürlich auch nicht notwendig, das Wissen schon komplett vorher zu haben, sondern es stecken auch viele Lernprozesse im Studium dahinter.

Für mich ist Informatik eine Teilgebiet der Mathematik. Die Meinung ist bestimmt nicht richtig, aber es kommt dem ganzen im Studium mindestens eine Zeit lang aber sehr nahe.
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Warf
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Re: Lazarus / Object Pascall im Studium

Beitrag von Warf »

Im informatikstudium hast du grundsätzlich nur 1 Programmiermodul, und jeh nachdem was du für Wahlmodule wählst ist das auch alles an programmieren was du im gesammten studium machen musst. Such dir keine Uni aus nur weil du von den 4 Jahren Bachelor ein halbes jahr a 2 Stunden die woche in einer Sprache Programmieren musst die du nicht magst. Bei mir an der Uni (RWTH) ist sogar das Programmiermodul aufgeteilt in 50% Java, 25% Haskell und 25% Prolog. da ists also effektiv nur 1/8'tel des gesammten semesters (4 Module, davon 1/2 java)
Und wenn du praktische Module belegst, dann ist die Programmiersprache eh abhängig von der benutzung. Wenn du z.B. Mobile Development wählst, musst du swift, java oder so verwenden. Wenn ein bestimmter Lehrstuhl ein C++ Framework verwendet, dann wirst du für Module bei diesem Lehrstul C++ nehmen müssen, etc. In meinem studium bin ich aktuell schon mit fast 10 verschiedenen Sprachen in berührung gekommen. Da kann man es sich eh nicht leisten einfach mal einen großteil davon kategorisch auszuschließen.

Eine Professorin von mir hat es mal schön zusammengefasst, "der Computer (und damit auch programmieren) ist für die Informatik das was das Teleskop für die Astronomen ist. Ein werkzeug, nicht mehr, nicht weniger."
Und wie bei einem Handwerk ist auch bei der Informatik das richtige werkzeug für den richtigen Job essentiell. Genauso wie du mit einem Hammer dich schwertust einen Baum zu fällen, wirst du dich mit Lazarus extrem schwer tun z.B. Mobile anwendungen zu schreiben. Und als Informatiker sollte man in der lage sein sich in wenigen wochen an die gegebenheiten anzupassen und die sprache zu lernen die für das aktuelle projekt benötigt wird

Baumi
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Re: Lazarus / Object Pascall im Studium

Beitrag von Baumi »

Vielen Dank für eure Antworten.
@u-boot Deinen Vergleich mit dem Schraubenschlüssel finde ich ganz interessant.
@warf Dass das Programmieren nur einen so kleinen Teil einnimmt war mir nicht bekannt.

Aber auch wenn man nur 1 Programmiermodul hat, wo man das Programmieren selbst (bzw. Programmiersprachen) lernt, wendet man doch seine Programmierfähigkeiten auch in anderen Modulen an, um irgendetwas praktisch umzusetzen, oder?
Wenn man in anderen Studiumsmodulen programmiert, um etwas praktisch umzusetzen, bekommt man dann eine feste Vorgabe, welche Programmiersprache man wählen muss, oder kann man sich in der Regel frei entscheiden?

Warf
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Re: Lazarus / Object Pascall im Studium

Beitrag von Warf »

Baumi hat geschrieben:Aber auch wenn man nur 1 Programmiermodul hat, wo man das Programmieren selbst (bzw. Programmiersprachen) lernt, wendet man doch seine Programmierfähigkeiten auch in anderen Modulen an, um irgendetwas praktisch umzusetzen, oder?
Wenn man in anderen Studiumsmodulen programmiert, um etwas praktisch umzusetzen, bekommt man dann eine feste Vorgabe, welche Programmiersprache man wählen muss, oder kann man sich in der Regel frei entscheiden?


Kommt ganz auf die Module an die du nehmen willst. Informatik besteht im wesentlichen aus 3 Bereichen, Praktische Informatik, Theoretische Informatik und Technische Informatik. Im bereich der Theo info wirst du eh nix programmieren müssen, du kannst wenn du willst die theoretischen Konzepte nachprogrammieren, aber normalerweise wird in der Uni das nicht verlangt (wenn du dich auf theo info spezialisierst kann es gut sein das du nach dem Progra modul nie wieder programmieren musst). Teschniche Informatik ist sehr Hardware nah, da geht es eher um Schaltpläne, Netzwerke, etc. Das was du da programmieren musst ist entweder spezielle hardware sprachen (VHDL, SystemC, assembly/IL, etc.), oder es ist C. In der Hardware welt gibt es keine auswahl.
Im Bereich der Praktischen Informatik gibt es alles mögliche. Algorithmik z.B. ist komplett nur pseudo code was du da brauchst. In der VL bei mir war der Pseudocode Java angelehnt, aber du konntest wenn du wolltest jede art von Pseudocode schreiben, solang erkenntlich war was du machen wolltes (da wir da handschriftlich schreiben mussten und ich bis heute kein schönes & oder {} schreiben kann, hab ich pascal mäßig abgegeben, aber extrem vereinfacht, z.b. keine typen, etc.). In sehr praktischen Modulen, z.B. Mobile App Development, oder so, bist du daran gebunden was der Lehrstuhl dir vorgibt zu benutzen. Diese Projkete sind meist sehr nah an der Forschung des Lehrstuhls, d.h. du wirst das benutzen was der Lehrstuhl eh benutzt.

D.h. selbst wenn du in Progra Pascal lernst (wie bei der Uni Leipzig), kann es gut sein das du im restlichen verlauf des Studiums 10 weitere Programmiersprachen benutzen musst, weil jedes modul eigene anforderungen hat. So hab ich in progra damals Java, Haskell und Prolog gehabt, in dem Game Dev praktikum Swift (was eine erstaunlich geniale sprache ist), in Betriebsysteme C und Bash, in einführung in die Medizintechnik C++, in TI VHDL und in Eingebettete systeme InstructionList, in Machinelles Lernen Python, in Numerik Matlab und in Statistik SaS. Es ist also in keinem Fall so das eine Uni eine sprache hätte mit der man überall benutzt, du musst stattdessen lernen mit jeder Sprache klar zu kommen. Nach dem Progra modul erwarten die Profs bei uns auch das man für ein entsprechendes Modul nach der ersten woche sich so weit in eine Programmiersprache eingearbeitet hat das man diese verwenden kann (es gibt meist in der ersten woche ein Grundlagentutorium für die sprache die benutzt wird, danach wird erwartet das man die Sprache kann)
Bei mir an der Uni kannst du aber recht simpel auch ohne viel programmieren durchkommen, so muss man nur Progra, und Betriebsysteme machen, d.h. Java, Haskell, Prolog, C sind pflicht, und den rest kann man nur mit Theoretischen modulen bzw. nicht progra modulen belegen (bzw. module in denen Pseudocode ausreicht)

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Maddias
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Re: Lazarus / Object Pascall im Studium

Beitrag von Maddias »

Baumi hat geschrieben:

Hallo Baumi,

das Lazarus Treffen in Wittenberg war eine Veranstaltung des Lazarusforum e.V. Es gab eine Ankündigung in der Lokalpresse und auf Grund dieser Ankündigung kam eine Mathe/Informatik (?) Lehrerin einer Schule in Wittenberg, um sich zu erkundigen. Im Leucorea werden nur noch evangelische Pfarrer ausgebildet. Alle anderen Fachbereiche der Uni Halle-Wittenberg sind mittlerweile in Halle angesiedelt.

In Bezug auf Deine Frage nach PASCAL an den deutschsprachigen Hochschulen wirst Du aller Voraussicht nach keine Angebote mehr finden. Müßte ich jetzt nochmal an die Uni gehen für ein Informatik Studium, ich würde C# lernen. Es wurde von Anders Hejlsberg entwickelt und ähnelt PASCAL. Wenn Dein Englisch es zuläßt, dann schau Dir den Video BEHIND THE CODE: The one who created languages hier an. Er dokumentiert Anders Werdegang und sein Beteiligung an Turbo Pascal & Delphi.

Salut,
Mathias

Baumi
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Re: Lazarus / Object Pascall im Studium

Beitrag von Baumi »

@Maddias Vielen Dank für die Klarstellung bzgl. Wittenberg. Das Microsoft für die Entwicklung von C# den Chef-Entwickler von Borland abgeworben hat, wusste ich bereits von meinem Berufsschullehrer. Dort hatten wir im Unterricht auch C# und die Ähnlichkeit zu Delphi ist wirklich unverkennbar. C# ist meiner Meinung nach schon besser als Java, aber meine Lieblingssprache wird das auch nicht :wink:. Das Video schau ich mir bei Gelegenheit mal an, das kenne ich noch nicht.

@Warf Vielen Dank für deine Aufschlüsslung. Am meisten würde mich wohl die Praktische Informatik interessieren und ggf. auch etwas Theoretische Informatik. Bei den Programmiersprachen gibt zu Beginn also eine Art "Einstiegssprache" mit der man im Studium das Programmieren an sich erstmal lernt und danach Projekte mit vorgegebenen Zielen, woraus sich auch die Programmiersprache jeweils ergeben bzw. vorgeschrieben werden. Bzgl. Pseudocode kannte ich bisher nur die Variante welche wir in der Berufsschule gelernte haben (und die die IHK haben will in der Prüfung). Diese Variante sieht fast genau so aus wie Pascal (da sieht man wieder Pascal ist als Lehrsprache einfach am verständlichsten :D)

Wie kann man sich denn am besten einen Überblick über die Auswahl von Projekten im Studium an einer Uni verschaffen? Es gibt doch sicherlich gewisse Schwerepunkte von den Unis (Web, Mobile Apps, KI, ...), oder?
Oder mal ein Gegenfrage, wenn die Programmiersprache zur Uni-Auswahl kein gutes Kriterium ist: Nach welche Kriterien würdet ihr ein Uni fürs Studium auswählen? Einfach die Uni die am nahe gelegsten zum Wohnort ist (auch wenn man für die Umziehen muss, weil zu weit weg)?

Warf
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Re: Lazarus / Object Pascall im Studium

Beitrag von Warf »

Baumi hat geschrieben:Wie kann man sich denn am besten einen Überblick über die Auswahl von Projekten im Studium an einer Uni verschaffen? Es gibt doch sicherlich gewisse Schwerepunkte von den Unis (Web, Mobile Apps, KI, ...), oder?
Oder mal ein Gegenfrage, wenn die Programmiersprache zur Uni-Auswahl kein gutes Kriterium ist: Nach welche Kriterien würdet ihr ein Uni fürs Studium auswählen? Einfach die Uni die am nahe gelegsten zum Wohnort ist (auch wenn man für die Umziehen muss, weil zu weit weg)?


Zu deiner ersten frage, ändert sich immer wieder. Du kannst schauen woran die Lehrstühle aktuell forschen, aber z.B. in den Letzten paar jahren ist KI ziemlich beliebt geworden, daher findest du aktuell sehr viel zu KI. Das kann sich in den nächsten paar jahren aber wieder ändern.

Zu der zweiten Frage, Unis haben gewisse Schwerpunkte, die kann man relativ leicht rausfinden wenn man sich den studienverlauf ansieht. Die RWTH z.B. hat einen echten Fetisch für Theoretische Informatik, so muss man neben den 3 Pflichtmodulen noch 2 Wahlmodule nehmen, während ich von anderen Unis gehört hab, da kann man nach 2 Pflichtmodulen praktisch gar kein Theo mehr nehmen. Aber um ehrlich zu sein weiß ich nicht wie die schwerpunkte an anderen Unis sind, ich weiß praktisch nur das die RWTH deutlich mehr Theo hat.

Ansonsten ist natürlich der Ruf der Uni auch ein auswahlkriterium. TUM, KIT, RWTH, TUB, etc. gelten als die besten (und schwersten) Technischen Unis Deutschlands und genießen auch International einen sehr guten ruf. Wie Schwer oder Gut sie tatsächlich sind kann ich nicht sagen, ich hab bisher nur an der RWTH studiert (und habe grundsätzlich auch nicht vor nochmal zu studieren), aber der Ruf macht bei der Jobauswahl doch einen deutlichen Unterschied. Außerdem haben diese Unis auch entsprechende Networking möglichkeiten. Wenn du einen guten eindruck bei den richtigen Professoren machst und die ein gutes Wort für dich einlegen, kann das schon äußerst hilfreich sein. Das gilt vor allem wenn du zu den ganz großen Unternehmen willst und da karriere machen willst (z.B. SIemens, BMW, McKinsey, etc.). Gibt aber auch viele die sagen sie wollen nicht in so große Betriebe rein, dann ist der Ruf der Uni nicht so wichtig.

Ansonsten was dir halt wichtig ist. TUM z.b. ist zwar ne sehr gute Uni, aber die Mieten in München können schon grund allein sein das man da nicht studieren will. Wenn du ein Diplom statt einem Bachelor+Master abschluss haben willst kannst du z.B. zur TUD gehen. Ich persönlich wollte, als ich damals aus der Schule kam, ein wenig weg von zu Hause, raus aus dem kleinen Kaff in dem ich gewohnt hab und hab mir daher Unis gesucht die nicht in der Unmittelbaren umgebung waren. Ansonsten hab ich an ne ganze reihe bewerbungen an die verschiedensten Unis geschickt, und die RWTH war eine der Unis die mir zu erst ne zusage geschickt hat, außerdem ists ne top Uni, und einige meiner Schulfreunde haben auch dort ne zusage bekommen. Aber grundsätzlich ist das ne reine entscheidung persönlicher präferenzen.

Außerdem gibts ja auch noch FH's, die sind deutlich Praktischer veranlagt. Wenn du eher so der praktische Typ bist, und nicht 70% deines studiums mit Formel schupsen verbringen willst, solltest du eventuell auch drüber nachdenken an eine FH zu gehen. An der Uni lernst du eher Forschung und Theorie, während die FH dir eher praktisch relevante sachen beibringt

jwdietrich
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Re: Lazarus / Object Pascall im Studium

Beitrag von jwdietrich »

Auch wenn die Frage der/des OP nicht mehr aktuell sein wird, mag es vielleicht für die einen oder anderen interessant sein, dass es ab sofort im Lazarus-Wiki auch eine deutschsprachige Liste mit wissenschaftlichen Projekten und Publikationen auf der Basis von Lazarus und FPC gibt. Sie ist über https://wiki.lazarus.freepascal.org/Sci ... cations/de erreichbar und eine Ergänzung der entsprechenden englischen Seite, allerdings natürlich mit Fokus auf deutschsprachige Arbeiten.

Daran kann man z. B. sehen, welche Uni oder Hochschule bzw. welches Institut für Arbeiten auf der Grundlage von Pascal aufgeschlossen ist.

Beiträge dazu sind übrigens herzlich willkommen. Jede dort zitierte Arbeit sollte deutschsprachig sein und auf Lazarus, Free Pascal oder Pascal Script aufbauen.

Michl
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Re: Lazarus / Object Pascall im Studium

Beitrag von Michl »

Da steckt bestimmt viel Zeit drin (speziell die englische Auflistung). Hut ab, gut recherchiert!!!

Code: Alles auswählen

type
  TLiveSelection = (lsMoney, lsChilds, lsTime);
  TLive = Array[0..1] of TLiveSelection; 

TSchnuckenbock
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Re: Lazarus / Object Pascall im Studium

Beitrag von TSchnuckenbock »

Baumi, ich bin jetzt mal gehässig: Du willst den Weg des geringsten Widerstandes gehen, wenn du möglichst nur diejenige Sprache einsetzen möchtest, die du bereits kennst. Man sollte aber immer über seinen Tellerrand hinausschauen. Generell im ganzen Leben.

Zu meiner "Karriere": Zwei Wochen Informatik in Oldenburg, dann fand ich's blöd. Alles durchgeknallte Computerfreaks (so war wenigstens mein erster Eindruck). Dann ein Jahr später Mathe und Geschichte an der TU Braunschweig. Nach einem Semester war klar, daß mir in Geschichte der wöchentliche Druck mit den Hausaufgaben fehlt. Also Wechsel auf Mathe-Diplom mit Nebenfach Informatik (auch ich bin eine faule Socke....programmiert hatte ich ja schon als Schüler, sogar Programme verkauft, in denen u.a. Assembler/Maschinensprache steckte).
In Informatik hatten wir was Programmieren anbelagt "Programmieren 1", "2" und vielleicht "3"...weiß ich nicht mehr so genau.
Als Sprache wurde zuerst Scheme eingesetzt. Da mußte man schon ganz schön umdenken, wenn man vorher nur prozedurale Sachen gemacht hat. Das hat nicht geschadet. Dann mußten wir irgendwann noch was in modula machen. Das ware dann wieder schon eher das, was ich auch vorher schon konnte. Dazu Vorlesungen in "Algorithmen und Datenstrukturen" und was sonst noch so zum Informatik-Standard-Bereich dazugehört. Im Hauptstudium habe ich dann Datenbanken gemacht, weil der Prof. den Ruf hatte, nette Vorlesungen zu machen und auch umgeänglich bei Prüfungen zu sein. War auch gut, aber ich hab nie mal ne Datenbank am Uni-Computer ausprobiert....war alles reine Theorie auf'm Zettel.

In meinem Hauptfach "Mathematik" habe ich den Schwerpunkt für's Hauptstudium erst dann gefunden, als es soweit war. Zwei umgängliche Profs mit guten Vorlesungen und ein cooler Assistent. Das Thema war dann ohne das ich es vorher so geahnt hätte, super: Diskrete Mathematik, Graphentheorie, Kombinatorik und Artverwandtes.

Mein Fazit: Man darf sich vorher über's Studium gar nicht so detailiert Gedanken machen. Die Stadt muß passen, die Uni muß passen und das Studium möglichst breit aufgestellt sein, so daß da ein paar optionale Richtungen dabei sind, die einem gefallen könnten.

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