FPC und Lazarus nicht mehr im nächsten Debian

Für Fragen zur Programmiersprache auf welcher Lazarus aufbaut
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Zvoni
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Re: FPC und Lazarus nicht mehr im nächsten Debian

Beitrag von Zvoni »

Wobei die Problematik "Gtk2 raus weil veraltet" ja weniger mit der Distro, sondern eher mit dem Window-Manager bzw. Desktop-Umgebung zu tun hat.
Und da sind eben die 2 "Schwergewichte" (=Marktführer?) GNome und KDE, welche X11-Support mittlerweile komplett rauswerfen bzw. schon rausgeworfen haben.
Andererseits supporten die "Alternativen" (xfce, MATE, LXDE/QT, Cinnamon usw.) nach wie vor X11 (meist per Layer zwischen X11 und Wayland --> XWayland?).

Ganz spannend wirds dann in Richtung FreeBSD und co., welche nach wie vor auf XOrg setzen
Ein System sie alle zu knechten, ein Code sie alle zu finden,
Eine IDE sie ins Dunkel zu treiben, und an das Framework ewig zu binden,
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af0815
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Re: FPC und Lazarus nicht mehr im nächsten Debian

Beitrag von af0815 »

Mathias hat geschrieben: Di 3. Feb 2026, 14:31
FCL, ist ohne widgetset und FPC. Weil der FPC ist nicht abhängig von gtk2.
Dies ist mir schon bewusst, FPC ist (nur) der Compiler. Und dieser läuft auch ohne Lazarus, LCL, etc.
Dir schon, aber es haben mit der Unterscheidung doch immer wieder Personen Probleme.
Blöd kann man ruhig sein, nur zu Helfen muss man sich wissen (oder nachsehen in LazInfos/LazSnippets).

Mathias
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Re: FPC und Lazarus nicht mehr im nächsten Debian

Beitrag von Mathias »

Und da sind eben die 2 "Schwergewichte" (=Marktführer?) GNome und KDE, welche X11-Support mittlerweile komplett rauswerfen bzw. schon rausgeworfen haben.
Dafür gibt es XWayland, damit laufen X11 Programme auch in Zukunft noch.
Mit Lazarus sehe ich grün
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theo
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Re: FPC und Lazarus nicht mehr im nächsten Debian

Beitrag von theo »

Zvoni hat geschrieben: Di 3. Feb 2026, 12:36 https://gitlab.com/freepascal.org/lazar ... b6c4debddd
"IDE can be built and run against gtk3 under x11. Designer works, basic coding works. There are still a lot of TODO's and bugs of course."
Fragen?
Ich verstehe nicht, warum man den Alpha Status aufgehoben hat. Das ist reiner Aktionismus.
Auf Beta hat man es auch nicht gesetzt.
Das heisst, es funktioniert jetzt alles?
Wenn noch nicht mal die IDE ansatzweise brauchbar ist, dann ist der korrekte Status "Alpha".
Und ich glaube auch nicht, dass sich daran jemals etwas ändern wird.
Vielleicht wenn man von vorne anfangt mit GTK4, aber das ist sehr viel Arbeit und setzt sehr viel Know-how voraus.

Mathias
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Re: FPC und Lazarus nicht mehr im nächsten Debian

Beitrag von Mathias »

Vielleicht wenn man von vorne anfangt mit GTK4, aber das ist sehr viel Arbeit und setzt sehr viel Know-how voraus.
Wen es nicht schon an den von mir erwähnten Punkten scheitert.
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corpsman
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Re: FPC und Lazarus nicht mehr im nächsten Debian

Beitrag von corpsman »

Leute ihr macht mir richtig Angst,

Ich nutze hier Linux Mint Mate 22.3, das wird unterstützt bis April 2029, wenn ich euch Richtig verstanden habe wird es danach dann kein GTK2 mehr geben und damit kein Brauchbares Lazarus mehr.
Wenn ich mir meine Nutzung des PC's mal anschaue und alles Abziehe, was ich in Lazarus oder durch Lazarus erstellte SW mache, dann bleibt exakt 1 Programm übrig, und dass ist mein Browser (fun fact, den nutze ich um Lazarus spezifische Dinge zu googeln oder in diesem Forum zu posten..).

Wie sieht meine Zukunft also nach April 2029 aus ?
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theo
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Re: FPC und Lazarus nicht mehr im nächsten Debian

Beitrag von theo »

corpsman hat geschrieben: Do 5. Feb 2026, 16:54 Ich nutze hier Linux Mint Mate 22.3, das wird unterstützt bis April 2029, wenn ich euch Richtig verstanden habe wird es danach dann kein GTK2 mehr geben und damit kein Brauchbares Lazarus mehr.
Naja, das wird man noch sehen, inwieweit GTK2 noch nachinstallierbar ist.
corpsman hat geschrieben: Do 5. Feb 2026, 16:54 Wie sieht meine Zukunft also nach April 2029 aus ?
Also ich benutze schon länger Qt6. Wo ist das Problem?
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Re: FPC und Lazarus nicht mehr im nächsten Debian

Beitrag von hum4n0id3 »

Installierst Slackware Linux. Da wird GTK2 wohl bis in alle Ewigkeit vorhanden sein :)

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corpsman
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Re: FPC und Lazarus nicht mehr im nächsten Debian

Beitrag von corpsman »

Was soll das jetzt bringen, Lazarus für Linux nur noch in QT-Version anzubieten, wenn es dann am Ende noch immer nicht gescheit funktioniert?
Dann habe ich das falsch verstanden, Laut Einstellungen kann Lazarus für QT5 und QT genutzt werden, welches ist denn das "richtigere" ? dann probiere ich das mal bei mir aus ;)
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theo
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Re: FPC und Lazarus nicht mehr im nächsten Debian

Beitrag von theo »

corpsman hat geschrieben: Do 5. Feb 2026, 20:38 Dann habe ich das falsch verstanden, Laut Einstellungen kann Lazarus für QT5 und QT genutzt werden, welches ist denn das "richtigere" ? dann probiere ich das mal bei mir aus ;)
Das aktuellste ist Qt6. Benötigt noch eine Wrapper Lib, die man selbst bauen (<lazarus>/lcl/interfaces/qt6/cbindings/) oder herunterladen kann:
https://github.com/davidbannon/libqt6pas/releases

https://wiki.lazarus.freepascal.org/Qt6_Interface

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Zvoni
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Re: FPC und Lazarus nicht mehr im nächsten Debian

Beitrag von Zvoni »

corpsman hat geschrieben: Do 5. Feb 2026, 20:38
Was soll das jetzt bringen, Lazarus für Linux nur noch in QT-Version anzubieten, wenn es dann am Ende noch immer nicht gescheit funktioniert?
Dann habe ich das falsch verstanden, Laut Einstellungen kann Lazarus für QT5 und QT genutzt werden, welches ist denn das "richtigere" ? dann probiere ich das mal bei mir aus ;)
Ja, hast du falsch verstanden. Meine aussage bezog sich auf die Lazarus pakete, welche in den offiziellen repos von debian und co. angeboten werden. Die haben nämlich vermurkste pfade.

Mit Qt biste aber auf der sicheren seite, solange du entweder selbst baust,fpcupdeluxe oder die deb-pakete von sourceforge verwendest
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Re: FPC und Lazarus nicht mehr im nächsten Debian

Beitrag von Epcop »

Ist die Zukunft von Lazarus dadurch irgendwie in Gefahr?

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af0815
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Re: FPC und Lazarus nicht mehr im nächsten Debian

Beitrag von af0815 »

Epcop hat geschrieben: Fr 6. Feb 2026, 05:18 Ist die Zukunft von Lazarus dadurch irgendwie in Gefahr?
Weder von fpc noch von Lazarus. Aus den Sourcen ist Lazarus überhaupt kein Problem. Und generell stehen die Pakete der Entwickler weiter hin zur Verfügung - es kann nur sein das es schwieriger wird, die bebötigten Komponenten im Betriebsystem zu finden. Unter Windows bist du gar nicht betroffen. Und normalerweise ist auch noch fpcupdeluxe da, der fast schon der default Installer ist (zumindest bei mir auf allen Plattformen).

Was es zeigt, das, wenn eine Person seine Funktion (beim FPC) zurücklegt, alles zum Stillstand kommt (lt. englischen Forum). Derjenige der die Releases gemacht hat, hat das mit dem Umstieg auf GIT in neuen Repository zurückgelegt. Seither ist kein Release mehr angedacht worden, nicht einmal fixes (wäre 3.2.4). Das zeigt wie einfach fehlende Personen im OpenSource alles beeinflussen können. Das ist auch eines der Bausteine warum fpc und Lazarus dort rausfliegen.
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Re: FPC und Lazarus nicht mehr im nächsten Debian

Beitrag von Zvoni »

Epcop hat geschrieben: Fr 6. Feb 2026, 05:18 Ist die Zukunft von Lazarus dadurch irgendwie in Gefahr?
Glaube nicht.
Man muss hier eh auf drei Dinge unterscheiden:
1) Linux als Entwicklungsplattform
2) Linux als Target-OS für Anwendungen, welche man mit Lazarus/FPC schreibt
3) Betrifft nur GUI-Anwendungen (LCL)

zu 1) Mit Lazarus-QT biste auf der sicheren Seite. Andererseits muss aber allen klar sein, dass die "Haupt"-Entwicklungs-Plattform nach wie vor Windoof ist
zu 2) Mit QT als target-Widget-Set biste auf der sicheren Seite. Es gilt jedoch das gleiche wie unter 1): Windoof ist "Haupt"-Target-OS
zu 3) Schreibst du Dienste/Daemons und/oder Konsolen-Anwendungen biste davon überhaupt nicht betroffen.

Wobei ich generell denke, dass Gtk2 auf den genannten Plattformen "nachinstallierbar" bleibt
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Re: FPC und Lazarus nicht mehr im nächsten Debian

Beitrag von af0815 »

Zvoni hat geschrieben: Fr 6. Feb 2026, 08:12 Wobei ich generell denke, dass Gtk2 auf den genannten Plattformen "nachinstallierbar" bleibt
Es wird sicher nicht einfacher werden. Gtk2 ist halt schon sehr lange End Of Live. Damit werden die Abhängigkeiten immer schwerer zu Erfüllen.
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